Ann-Kathrin Fritsche Fritsche Virological and molecular biological characterization of Equid Herpesvirus 1 (EHV-1) isolates from Germany

Virological and molecular biological characterization of Equid Herpesvirus 1 (EHV-1) isolates from Germany

von Ann-Kathrin Fritsche

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Beschreibung

- Virologische und molekularbiologische Charakterisierung von equinen Herpesvirus 1 (EHV-1) Isolaten in Deutschland - In dieser Studie wurde der nicht-neuropathogene Genotyp (N752/A2254) in 88.1% (59/67) der EHV-1 Abortisolate gefunden. Der neuropathogene Genotyp (D752/G2254) wurde in 11.9% (8/67) gefunden. Nur zwei der acht Stuten mit dem Nachweis des neuropathogenen Genotyps zeigten zusätzlich zum Abort auch neurologische Symptome. Eine Infektion mit dem neuropathogenen EHV-1 mündet also nicht zwangsläufig in einer neurologischen Verlaufsform. An der Nukleotidposition 2258 wurde eine weitere Mutation im ORF 30 des EHV-1 Referenzstammes Ab4, RacH und Abortprobe T952 (Einzelabort) gefunden. Ein Aminosäurewechsel von Y zu S 753 ist die Folge. Ein Zusammenhang des Aminosäureaustausches der Positionen 752 und 753 und damit eine Beeinflussung des neuropathogenen Potentials ist in Diskussion. Es sollten sich weitere Untersuchungen anschliessen. Bei zwei Abortisolaten (A(E) 271-3, A 258) von Einzelaborten aus dem Jahr 2004 wurde anstatt Gunanin (G2269) Adenin (A2269) gefunden. Dies resultierte im Aminosäurewechsel von Glutamins äure zu Lysin (E 757 zu K 757). In sechs archivierten Wildequidenisolaten und 2 Isolaten von Rindern wurde der neuropathogene Genotyp (G2254) gefunden. In den ORF 30 Amplikons von 3 Wildequiden wurde durch die Sequenzierung an der Nukleotidposition 2262 ein Wechsel von G auf A festgestellt, daraus resultierte kein Aminosäurewechsel. Bei einem klinisch unauffälligen Hengst von Gestüt 3 wurde im Sperma der neuropathogene EHV-1 Stamm nachgewiesen. Auf demselben Gestüt wurde bei zwei Stuten mit Aborten und neurologischen Symptomen ebenfalls der neuropathogene Genotyp festgestellt. Es wäre anzuraten weitere Spermaproben zu untersuchen, um festzustellen ob EHV-1 über Sperma ausgeschieden wird und ob EHV-1 infektiös bleibt. Der Virusnachweis aus PBMCs per ORF 30 nested PCR gelang nur zweimal. Es ist die Frage ob diese niedrige Nachweisrate an dem Stadium der Infektion (aktiv oder latent) liegt oder der Untersuchungsmethode. Die ORF 30 nested PCR stellt eine schnelle und sichere Methode dar um neuropathogene und nicht-neuropathogene EHV-1 Genotypen zu unterscheiden. Die Kategorisierung in neuropathogene und nicht-neuropathogene EHV-1 Stämme sollte jedoch das Management im EHV-1 Ausbruchsfall nicht beeinflussen. Beide Genotypen haben das Potential schwere Erkrankungen auszulösen und es sollten bei Verdacht strenge Hygiene- und Quarantänemassnahmen getroffen werden.

Autor*in

Ann-Kathrin Fritsche

Themen in »Virological and molecular biological characterization of Equid Herpesvirus 1 (EHV-1) isolates from Germany«

DNA polymerase Equid herpesvirus 1 Germany abortion descriptive statistics horses mutations nervous system diseases nested PCR restriction fragment length polymorphism serology stallions

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Details

ISBN: 9783863876487
Verlag: Mensch & Buch
Erscheinung: 01.11.2015

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