Heba Ibrahiem El-Zahar El-Zahar Laboratory Analysis of Disorders in Sodium and Potassium Homeostasis in Cattle

Laboratory Analysis of Disorders in Sodium and Potassium Homeostasis in Cattle

von Heba Ibrahiem El-Zahar

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Beschreibung

Betrag zur Labordiagnostik von Störungen des Natrium- und Kaliumhaushaltes beim Rind Die Labordiagnostik von Störungen des Natrium- und Kaliumhomöostase wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Diese betreffen sowohl die Analyse im Labor, als auch die Präanalytik. Natrium- und Kaliumkonzentrationen können im Vollblut, Plasma- und Serumproben mittels Ionen-selektiver Elektroden (ISE-Technologie) bestimmt werden. Während das direkte Verfahren keinen vorgeschalteten Verdünnungsschnitt benötigt, geht der Probenbestimmung beim indirekteren Verfahren ein Verdünnungsschnitt voraus, durch den die Untersuchungsergebnisse beeinflusst werden können. Insgesamt 26 Blutproben von Rindern der Rasse Deutsch Holstein ausgewählt, deren Laborwerte im Referenzbereich lagen. An ihnen wurde die Übereinstimmung der Ergebnisse zwischen den Verfahren ISE (EML™ 105) und FAES (AAS, SOLAAR M6) bestimmt. Die statistische Analyse mittels der Bland-Altman Methode zeigte eine Übereinstimmung der Natrium- und Kaliumergebnisse zwischen den beiden Analyseverfahren, die den Anforderungen des IFCC und CLSI entsprechen. Die mittlere Differenz zwischen den beiden Verfahren waren für Natrium und Kalium -2,9±2,6 bzw. -0,04±0,11 mmol/l. Im zweiten Abschnitt führten Gesamtproteinwerte unterhalb des Referenzbereiches zu einem Pseudohypereffekt auf die Natrium- und Kaliumwerte beim FAES-Verfahren. Hohe Gesamtproteinwerte führten dagegen zu einem Pseudohypoeffekt, was ganz besonders für die Natriumwerte galt. Außerdem zeigten Globuline stärkere Pseudohypereffekt und Pseudohypoeffekt als Albumin. Die Auswirkung der Lagerungsdauer und der Temperatur auf die Natrium- und Kaliumionenkonzentrationen wurde an den Rindervollblutproben bestimmt, die bei Raumtemperatur (22°C) und Kühlung (4°C) während eines Zeitraumes bis zu 72 Stunden gelagert wurden. Die Kaliumionenkonzentrationen stiegen innerhalb von 24 und 72 Stunden in den Proben signifikant gegenüber der anfänglichen Messung an (3,84±0,11 mmol/l), wenn sie bei Raumtemperatur (22°C) (4,88±0,11 mmol/l) und gekühlt bei 4oC (5,82±0,23 mmol/l) gelagert wurden. Die Natriumionenkonzentrationen sanken signifikant nach 48 Stunden Lagerung bei 22°C Raumtemperatur ab (139,6±0,42 mmol/l), während die bei 4 °C gelagerten Proben, selbst nach 72 Stunden keinen signifikanten Unterschied zur Initialmessung (141,68±0,49 mmol/l) aufwiesen. Die Lagerungsbedingungen beeinflussen die Funktion der Natriumkaliumpumpe sodass Kalium- und die Natriumionenkonzentration bei beiden Lagerungsbedingungen zur Folge. Die Lagerung von Blutproben auf Eis zu keiner signifikanten Änderung der Ergebnisse der Blutgasanalyse, der Glukosebestimmung und der Natriumionenkonzentration bis zu 72 Stunden, und der Kaliumionenkonzentration bis 48 Stunden nach der Initialmessung führt. Niedrige Temperaturen für eine Konservierung der Proben sorgen, darf die Bedeutung der schnellen Durchführung der Blutanalyse bzw. des Zentrifugierens der Probe nicht außer Acht gelassen werden. Die Wirkung der in vitro Hämolyse auf die Kaliumkonzentrationen wurde bei zwanzig Rinderblutproben untersucht. Die Kaliumgehalte waren bei hämolytischen Proben, im Vergleich zum Ausgangsmaterial, fälschlich erhöht. Die Mittelwerte der Kaliumkonzentration in nicht hämolytischen und hämolytischen Proben betrugen 4,99±1,14 mmol/l gegenüber 5,24±1,18 mmol/l. Der Plasmahämoglobingehalt in hämolytischen Proben betrug 82,77±68,1 mmol/l. Ein zuverlässiger Faktor zur Korrektur von fälschlich erhöhten Kalium in hämolytischen Proben wäre geeignet der Ausgangsgehalt, die unwiederbringlich sind zu bestimmen. Zwischen den Änderungen der Kaliumwerte und FPHgb von hämolytischen und nicht hämolytischen Proben existiert eine hoch signifikante positive lineare Beziehung, welche einen nutzbaren Korrekturfaktor für Kalium von 0,0025 (bei einem 95%igen Konfidenzintervall, 0.0018 bis 0.0031)xFPHgb, bringt. Muskelgewebe wird gegenüber Plasmaproben oder Hämolysaten, als bedeutenderer Indikator für den Körperkaliumstatus angesehen. Von 13 Rindern der Rasse Deutsche Holstein wurden Blut- und Muskelbiopsieproben gesammelt, um die Beziehung zwischen dem Plasma- und dem Muskelkaliumgehalt zu bestimmen. Die Kaliumkonzentration im Plasma und in den Muskelbiopsieproben betrug 4,01±0,72 mmol/l und 89,59±11,87 mmol je kg Nassgewicht. Eine sehr schwache Korrelation wurde zwischen den Kalium- und Natriumkonzentrationen im Plasma und denen in den Muskelproben beobachtet. Des Weiteren war der pH-Wert zwar mit der Plasmakaliumkonzentrationk orreliert, nicht aber mit dem Muskelkaliumgehalt. Die beobachteten Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Korrelation zwischen dem pH-Wert und der Plasmakaliumkonzentration unabhängig von den Veränderungen im Muskelkaliumgehalt beim selben Tier war. Deshalb lässt die Kaliumkonzentration in Blutproben keine Aussage über den Kaliumstatus eines Lebewesens zu, da der größte Anteil des Körperkaliumgehaltes innerhalb der Zellen lokalisiert ist.

Autor*in

Heba Ibrahiem El-Zahar

Themen in »Laboratory Analysis of Disorders in Sodium and Potassium Homeostasis in Cattle«

Homeostasis dairy cattle flame photometry haemolysis hyperkalaemia hypernatraemia hypokalaemia hyponatraemia mineral metabolism disorders muscle tissue potassium sodium

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Details

ISBN: 9783863876104
Verlag: Mensch & Buch
Erscheinung: 20.07.2015

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