Inhalt:
Auf Handels- und Auktionsplattformen werden vermehrt qualitativ minderwertige, unsichere und zum Teil sogar lebensgefährliche Produkte angeboten. Mittels der globalen und virtuellen Marktplätze dieser Plattformen werden Angebot und Nachfrage auf einfachstem Weg über die Landesgrenzen hinweg rund um die Uhr bequem per Mausklick zusammengebracht.
Die Arbeit widmet sich schwerpunktmäßig der Frage, ob die Betreiber dieser Handels- und Auktionsplattformen mit Mitteln des Strafrechts zu einem präventiven Vorgehen gegen den Missbrauch ihrer Plattformen - durch den Vertrieb gefährlicher Produkte - verpflichtet werden können oder ob sie sich unter dem "Deckmantel" der Sozialadäquanz strafrechtlicher Verantwortung entziehen können. Sie verknüpft dabei die Themenfelder der strafrechtlichen Produktverantwortung und der Providerhaftung miteinander.
Neben der Beleuchtung der aktuellen Bekämpfungs- und Sanktionsmöglichkeiten hinsichtlich der Einfuhr sicherheitsbedenklicher Produkte mit Hilfe des Internet, zeigt die Arbeit die Variablen auf, mittels der den Problemen, welche die Produktdelinquenz im Onlinehandel aufwirft, effektiver begegnet werden kann.
Sven Schroth
Sven Schroth wurde 1985 in Gera geboren. Nach Abschluss des Studiums legte er 2010 die erste und 2012 die zweite juristische Staatsprüfung in Thüringen ab. Im Anschluss arbeitete er rund sechs Jahre in der sächsischen Justiz als Richter und Staatsanwalt. Seit Februar 2018 ist er - nunmehr in der thüringischen Justiz - als Staatsanwalt und Pressesprecher bei der Staatsanwaltschaft Gera tätig.
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