Die erste populäre Gesamtdarstellung der Sowjetisch-Deutschen Urangesellschaft zwischen 1945 und 1991 über die Rekultivierung ihrer Wirkungsgebiete bis zur diesjährigen Bundesgartenschau.
Die sowjetisch-deutsche Wismut-Gesellschaft gehört zu den wenig bekannten und zugleich spannendsten Kapiteln der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Um im atomaren Wettrüsten gleichziehen zu können, benötigte die Sowjetunion nach 1945 dringend Uran. Das fand sie in Thüringen und Sachsen. Mit allen Mitteln wurde dort der Erzbergbau vorangetrieben, entstand ein abgeschottetes Unternehmen, das binnen zwei Jahrzehnten zum drittgrößten Uranproduzenten der Welt aufstieg. Doch nach der Katastrophe von Tschernobyl nahm die Atombegeisterung ab, und mit der deutschen Einheit fand die unrentable und umweltschädigende Produktion ein jähes Ende. Es begann ein langwieriger Sanierungsprozess, dessen Ergebnisse auf der Bundesgartenschau 2007 einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden. Der ausgewiesene Wirtschaftshistoriker Rainer Karlsch legt nunmehr die erste populäre Gesamtdarstellung der Wismut AG vor, wobei er auch die umstrittenen Bereiche nicht ausspart.
Rainer Karlsch
Rainer Karsch liefert eine anschaulich geschriebene, packende Darstellung dieses ungewöhnlichen Kapitels deutsch-russischer Geschichte, schöpft souverän aus Quellen, ohne sich in Details zu verlieren. Günter Beyer, Deutschlandfunk, Politische Literatur
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