Die Zukunft, die sich schon 1982 in Alain Finkielkrauts Essay (L’Avenir d’une négation) ankündigte, ist zu unserer Gegenwart geworden. Es ist längst nicht mehr der rechte Revisionismus, der die Tagespresse beherrscht und es sind mehrheitlich auch nicht mehr die ewig Gestrigen, die den singulären Charakter der europäischen Judenvernichtung wirkmächtig in Zweifel ziehen oder leugnen. Das Geschäft des Revisionismus wird heute vielmehr von linken Aktivisten und postkolonialen Theoretikern besorgt, die nichts unversucht lassen, um an der Präzedenzlosigkeit der Shoah zu rütteln.
Alain Finkielkraut
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»Über vierzig Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung ist die von Finkielkraut beschriebene ›Zukunft einer Negation‹ […] längst zur Gegenwart geworden. Dass sich der Text noch immer liest wie ein Kommentar zur Zeit, ist nicht nur Ausweis der bemerkenswerten Hellsicht seines Autors, sondern kommt insbesondere nach den Ereignissen des 7. Oktober 2023 auch einem Offenbarungseid für letzte Überreste der Linken gleich.« / Lukas Böckmann, taz
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»Angesichts des aufbrandenden Antisemitismus an den Universitäten braucht das Buch keine inszenierte Aktualität. Finkielkraut präpariert ein Muster des linken Antisemitismus heraus, das sich vom Beginn des neunzehnten Jahrhunderts bis in die postkolonialen Ausprägungen von heute durchzieht. Er durchkreuzt damit die Behauptung, erst die Empörung über das Schicksal der Palästinenser habe den linken Antisemitismus hervorgebracht.« / Thomas Thiel, FAZ
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»Manchmal sind die aktuellsten Bücher fast ein halbes Jahrhundert alt.« / perlentaucher
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»Der Zeitpunkt könnte – im schlimmsten Wortsinn – gar nicht passender sein, da die von Alain Finkielkraut so hellsichtig vorhergesagte Zukunft längst weltweit Gegenwart geworden ist: Auf Straßendemos und Universitäts-Campus – nicht zu vergessen in Studierstuben, Redaktionsräumen, YouTube-Kanälen und andere Narrativ-Werkstätten – wird nun ausgerechnet das tödlich bedrohte Israel des ›Genozids‹ geziehen, während gleichzeitig der Holocaust akademisch zu einem jener Massenverbrechen ›kontextualisiert‹ wird, die es immer schon gegeben habe.« / Marko Martin, Die Welt
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