„Ich war in zehn Lagern, aber Saal war das schlimmste. Ich habe nicht gedacht, dass es so ein Lager gibt!“ (Jakob Haiblum, Auschwitz-Überlebender aus Israel)
Das KZ-Außenlager Saal a.d.Donau bestand vom 30. November 1944 bis zum 20. April 1945. Eingesetzt wurden die Häftlinge beim Bau von Stollen, in denen eine unterirdische Rüstungsproduktion geplant war. In mehreren Transporten wurden über 700 Häftlinge des KZ Flossenbürg nach Saal gebracht. Viele der bereits geschwächten Gefangenen verloren dort aufgrund der katastrophalen hygienischen Verhältnisse und der brutalen Arbeitsbedingungen ihr Leben oder wurden von der SS-Wachmannschaft ermordet.
Thomas Muggenthaler skizziert nicht nur die weitgehend unbekannte Geschichte des Außenlagers, sondern zeichnet auch Biografien ehemaliger Häftlinge nach. Grundlage dafür sind Interviews, die er im Laufe der Jahre führte, so zum Beispiel mit Jakob Haiblum, der den Todesmarsch von Saal nach Dachau überlebte.
Thomas Muggenthaler
Thomas Muggenthaler studierte Politikwissenschaft und Soziologie. In seinen Büchern und Artikeln beschäftigt er sich vor allem mit der Zeit des Nationalsozialismus. Für den Bayerischen Rundfunk verfasste er zahlreiche Hörfunksendungen sowie Filme zu diesem Thema. Die Republik Polen verlieh ihm für seine Recherche zu polnischen Zwangsarbeitern die Ehrenmedaille „Bene merito“. Thomas Muggenthaler wurde zweimal mit dem Deutsch-Tschechischen Journalistenpreis und 2015 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2024 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Er lebt und arbeitet in Regensburg.
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