Stefan Keppler-Tasaki Keppler-Tasaki Wie Goethe Japaner wurde

Wie Goethe Japaner wurde

von Stefan Keppler-Tasaki

Internationale Kulturdiplomatie und nationaler Identitätsdiskurs 1889–1989

EUR 18,00

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Beschreibung

Was das Japanische an Japan sei, haben mehrere Intellektuellengenerationen in Tokyo und Kyoto mit dem undeutschen Deutschen von Weimar zu bestimmen versucht. Schriftsteller wie Mori Ōgai und die Japanischen Romantiker wollten gerade durch Goethe zum Bewusstsein japanischer Werte gelangt sein. Zen-Buddhisten wie Nishida Kitarō und D. T. Suzuki fanden bei ihm ihre tiefsten Überzeugungen bestätigt. Zur Suizidkultur hatte Goethe, der Japaner, ebenso viel beizutragen wie zum ästhetischen Lebensstil. Thomas Mann, der sich in beruflicher und familiärer Mission wiederholt mit Japan auseinandersetzen musste, legte Goethe auf nicht weniger schmeichelhafte Weise für seine japanischen Adressaten aus. „Wie Goethe Japaner wurde“ beschreibt Vorgänge der Nostrifizierung, in denen das zugrunde gelegte Wir zugleich erst ausbuchstabiert wurde. Die Studie zeigt, wie Weltliteratur in den deutsch-japanischen Beziehungen ein doppeltes Potential entfalten konnte: als Währung, die unter unwahrscheinlichen Verständigungsbedingungen Vertrauen genießt, und als Medium, das kulturelle Selbstverständigung auch in anderen sozio-politischen Zusammenhängen als denen seiner jeweiligen Ausgangskultur ermöglicht.

Autor*in

Stefan Keppler-Tasaki

Themen in »Wie Goethe Japaner wurde«

Goethe und Mori Ōgai Goethe-Rezeption in Japan Zen-Buddhismus

Stimmen zu »Wie Goethe Japaner wurde«

Details

ISBN: 9783862056682
Verlag: Iudicium
Erscheinung: 27.03.2020

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