Die Monographie von Rolf-Dieter Müller vermittelt auf der Basis neuerer Forschungen erstmals einen systematischen Überblick über Hitlers Verbündete an der Ostfront sowie die ausländischen Freiwilligen.
Zu Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion konnte die Wehrmacht rund 600 000 Mann verbündeter Truppen einsetzen, später kamen zahlreiche ausländische Freiwillige und 'Hilfswillige' hinzu. Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges war an der Ostfront schließlich jeder dritte Uniformträger auf deutscher Seite ein Ausländer. Hitlers Parole vom 'Kampf gegen den Bolschewismus' fand überall in Europa Widerhall - bei überzeugten Faschisten ebenso wie bei Angehörigen osteuropäischer Völker, die ihre Unabhängigkeit von der UdSSR anstrebten. Viele von ihnen kämpften nicht nur an der Front, sondern ließen sich auch in die Verbrechen der Wehrmacht und der Waffen-SS verstricken. Von ihren Heimatländern wegen Verrats abgeurteilt und vergessen, wurde ihr Einsatz von den Historikern im Kalten Krieg meist übersehen oder verschwiegen, von Rechtsradikalen dagegen glorifiziert. Rolf-Dieter Müller vermittelt auf der Basis neuerer Forschungen erstmals einen systematischen Überblick über die verschiedenen Motive, die Hitlers Verbündete und ausländische Freiwillige an der Ostfront kämpfen ließen. Zahlreiche Fotos, Karten und Dokumente ergänzen diese anschaulich geschriebene Darstellung.
Rolf-Dieter Müller
Jahrgang 1948, Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Pädagogik in Braunschweig und Mainz, 1981 Promotion, 1999 Habilitation, 1979–2014 Wiss. Mitarbeiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, zuletzt Leitender Wiss. Direktor, Leiter des Großprojekts 'Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg' (mit 13 Bänden abgeschlossen 2008), Honorarprofessur für Militärgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges, Mithrsg. 'Die Zerstörung Dresdens 13. bis 15. Februar 1945' (2010); 'Hitlers Wehrmacht 1935-1945' (2012).; wiss. Beratung von Rundfunk- und Fernsehdokumentationen, u.a. 'Soldaten für Hitler' und 'Heimatfront'.
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Insgesamt liegt hier ein äußerst lesenswertes Buch vor, das dem Leser viele Überraschungen bringen wird. Selten wird so viel historisches Wissen auf so knappem Raum vermittelt. Henry Bernhard, Deutschlandfunk (Politische Literatur) Eine überzeugende und gut lesbare Darstellung. Lutz Meurer, Westdeutsche Zeitung Eigentlich viel zu lange hat die Fachwelt wie auch die interessierte Öffentlichkeit auf diese erste fundierte Beschreibung des Einsatzes von Ausländern in den deutschen Streitkräften an der Ostfront gewartet. Müllers Band sollte in keiner gut sortierten Bibliothek fehlen. Rüdiger von Dehn, H-Soz-u-Kult Rolf-Dieter Müller hat ein Standardwerk über die Wehrmacht und ihre Helfer geschrieben. (…) Hitler glaubte in Überschätzung der eigenen Möglichkeiten auf ausländische Unterstützung und die Mobilisierung der Bundesgenossen weitgehend verzichten zu können. Doch es kam anders. Wie deutlich anders, ist öffentlich bislang nur wenig bekannt. Daher ist es das große Verdienst von Rolf-Dieter Müller, nun eine grundlegende Studie über Hitlers ausländische Helfer bei seinem 'Kreuzzug gegen den Bolschewismus' vorzulegen, die ein neues Licht auf den deutsch-sowjetischen Krieg 1941-1945 wirft. Thomas Speckmann, Die Welt Ein hohes Maß an Plausibilität ist dieser faktisch solide gestützten Argumentation nicht abzusprechen. Paul Schaffer, F.A.Z. In short, Müller has written a concise yet comprehensive treatment of the military operations of Hitler's foreign helpers in the war against the Soviet Union, restoring the importance of these countries and their armies to the conduct of war in the East. In writing a work that is encyclopedic in structure and scope, Müller has produced a very handy reference on this topic. Well stocked with useful maps and photos, the work provides a very readable account that effectively dismantles myths and legends that have grown up around an important and neglected subject. Jeff Rutherford, www.h-net.org
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