An der Ostküste Rügens, zwischen Sassnitz und Binz, sollte auf Befehl Adolf Hitlers ein gigantisches Seebad der NS-Organisation »Kraft durch Freude« entstehen. Geplant für 20.000 Menschen, entwickelte sich dieses Gelände schnell zur größten Baustelle des Reiches. Der Rohbau war bis 1939 errichtet, doch zur Vollendung kam es nicht mehr. Nach Kriegsende nutzte die DDR-Volksarmee das Areal für sich, es wurde militärisches Sperrgebiet. Nach 1990 kamen mit den staunenden Urlaubern auch die Immobilienunternehmer. Das große Streiten begann.
Jürgen Rostock (Text) und Franz Zadnicek (Bilder) rekonstruieren die Geschichte dieses beinahe vergessenen Großprojektes der NS-Zeit und beschreiben die Entwicklung in Prora bis in die Gegenwart hinein.
Jürgen Rostock
1936 - 2018, Stadtplaner und Publizist, Studium der Polygraphie und der Angewandten Mechanik an der TU Dresden, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für maschinelle Rechentechnik TU Dresden, 1968-90 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Städtebau und Architektur der Deutschen Bauakademie, Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Städtebaus, 1980 Promotion an der Fakultät für Bauwesen der TU Dresden über stadtökologische und städtebauliche Probleme. Mitglied des Kutatoriums der Stiftung NEUE KULTUR, 2001-2014 Leiter des Dokumentationszentrums Prora.
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