Nicht immer war der erste Eindruck vom Westen der bleibende. Junge und Alte, Prominente und Nicht-Prominente erinnern sich.
Kaum ein Erlebnis hat sich den Ostdeutschen so eingebrannt wie die erste Begegnung mit dem Westen. Die 'Ankunft im gelobten Land' vollzog sich auf unterschiedlichste Art - abenteuerlich und hoffnungsvoll, befreiend oder irritierend. Fünfzig solcher Berichte sind für das Buch zusammengetragen worden. Sie bewegen sich in der Spanne vom Beginn der 50er Jahre, als die ersten DDR-Bürger vor der drohenden Grenzschließung in die westlichen Nachbarorte flüchteten, bis zum Herbst 1989, als für die große Mehrheit eine Reise in den Westen überhaupt erst möglich wurde: Da ist der junge Malerlehrling, der bei seinem Fluchtversuch eine Mine auslöst, das Mädchen, das für eine Barbie-Puppe gestorben wäre, aber ebenso die große Umarmungsfeier in der Nacht nach dem Mauerfall. Auch Prominente wie der Skispringer Jens Weißflog, der letzte Regierungschef der DDR, Lothar de Maizière, oder Bundestagspräsident Wolfgang Thierse kommen zu Wort.
Sabine Krätzschmar
Jahrgang 1979; seit 1999 Studium der Politikwissenschaft und Journalistik in Leipzig und Jena, freie Lektorin und Journalistin, u.a. für die Ostthüringer Zeitung und dpa. Bücher im Ch. Links Verlag: 'Ankunft im Gelobten Land. Das erste Mal im Westen' (mit Thomas Spanier), 2004.
"Bananenrepublik" Achim Mentzel Andrea Topf Andreas Hunger Ankunft Ausreise Axel Brümmer BRD Bayern Begrüßungsgeld Birgid Klimas Bornholmer Straße Christel Malchow Claudia Rieger Clemens-Peter Wachenschwanz
Der Kanon der Stimmen erinnert an das Protokollbuch "Guten Morgen du Schöne". Wie einst Maxi Wander schreiben Krätzschmar und Spanier unvoreingenommen und schnörkellos auf, was ihnen berichtet wird, aber literarisieren es nicht. Sie erfinden nichts und moralisieren nicht. Ostthüringer Zeitung Die Spannung bezieht das Buch aus überrschenden Einsichten und erlebnissen und daraus, dass die Leser alles nachempfinden können, unabhängig davon, ob sie ähnliches selbst erlebt haben oder nicht. Tagesspiegel Das von zwei Thüringer Journalisten herausgegebene Buch ist lakonisch und lebendig. Mehr oder weniger prominente und einfache Leute erinnern sich. An Schock und Erleuchtung, Rausch und Ernüchterung, Dummheit und Dramatik. Das eine wie das andere System kriegt sein Fett weg, und viele belächeln inzwischen den einstigen Mythos vom sagenhaften Westen, ohne die DDR zu verklären. Jens Uwe Sommerschuh, Sächsische Zeitung Gerade die kleinen Beobachtungen beim ersten Aufenthalt im Westen geben den Geschichten die Würze und machen die Lektüre des Bändchens nicht nur informativ, sondern geradezu unterhaltsam. Helhe Heidemeyer, Deutschland Archiv
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