Hans Jörg Rheinbergers Band »Vom Umsteigen« versammelt Gedichte, die einen Zeitraum von 1965 bis 2015 umfassen. Das erste Poem hat der Autor bereits als 19-Jähriger geschrieben. Schon dort fallen die frühen Reflexionen über das Handwerk des Dichtens auf sowie die aufmerksam-wache Zustandsanalyse einer Zeit, in der sich die Menschen für alles andere als Literatur interessiert haben.
Weitere Gedichte fangen poetische Momente in Stadtlandschaften ein, erzählen vom Wunsch des Individuums nach Nähe und Vertrautheit, beschwören die Macht der Wörter oder berichten von einer Zugfahrt durch die DDR.
Aus dem Bewusstsein der immer schneller dahinrinnenden Zeit heraus sind zahlreiche beeindruckende Gedichte entstanden, die in Zürich, München, Scherpenisse (Niederlande), auf der Insel Reichenau, in Toronto oder in Chicago angesiedelt sind.
Hans Jörg Rheinberger
Hans Jörg Rheinberger, geboren 1946 in Grabs in der Schweiz. Aufgewachsen in Vaduz, Liechtenstein. Studium der Philosophie, Linguistik und Biologie in Tübingen und Berlin. Prof. Dr. rer. nat., Molekularbiologe, Wissenschaftshistoriker, Literat. Lebt und arbeitet in Berlin.
Gegenwartslyrik Kunstgeschichte Liechtenstein