Das Produzieren, Reparieren und Recyceln von Produkten in Material-Mix-Bauweise (PROREMIX) in einer geschlossenen Technologiekette wird vor dem Hintergrund ständig knapper werdender fossiler Brennstoffe und steigenden Werkstoffkosten zu einer Schlüsselfragestellung bei der Realisierung energie- und ressourcenoptimierter Produkte. In der Verkehrstechnik, dem Stahlbau, Chemie- und Energieanlagenbau aber auch im Bereich von Haushaltsgütern, Designermöbeln sowie der Medizintechnik, Prothetik und Sportgerätebau dominieren bei tragenden Strukturen metallische Werkstoffe. Je nach Produkt werden ganz unterschiedliche Leichtbaukonzepte verfolgt. Kombinationen von Faserverbundwerkstoffen mit metallischen Werkstoffen werden als außerordentlich aussichtsreich angesehen, eine weitreichende Markteinführung ist aber derzeit nicht absehbar. Leichtbaukonzepte lassen
sich auch in Stahl sowie in der Kombination von Stahl mit einem Leichtmetall umsetzen. Das stoffschlüssige Herstellen von Stahl-Aluminium, Stahl-Titan oder auch Aluminium-Titan Verbindungen durch Schweißen oder Löten ist metallurgisch und prozesstechnisch äußerst anspruchsvoll, insbesondere wenn auch noch Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit gewährleistet werden müssen.
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurden Werkstoffsysteme, Prozesstechnologien und die erforderliche Anlagentechnik für die effiziente Serienfertigung, das Reparieren und das Recyceln von Material-Mix-Verbindungen entwickelt.
Johannes Wilden
Designermöbel Proremix Technik