Andreas Okopenko wurde 1930 in Košice geboren und starb am 27. Juni 2010 in Wien. Nach seinem Chemiestudium wurde er Betriebsabrechner, ab 1968 freischaffender Schriftsteller. Seine Publikationen seit 1949 umfassen Lyrik, Essays, Chansons, Features, Hörspiele, Erzählungen, Romane. 1995 wurde ihm die Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold, 1998 der Große Österreichische Staatspreis für Literatur und 2001 der Georg-Trakl-Preis für Lyrik verliehen.
„Absurdes Duett“: In der Collage von Texten Andreas Okopenkos und von Helga Schicktanz entwickelt sich ein literarisches Wechselspiel der besonderen Art. Texte, Gedichte und Zitate Andreas Okopenkos nimmt Helga Schicktanz als Ausgangspunkt, Kontrapunkt, Quelle und Inspiration. So entstehen Collagen und neue Texte von einer eigenen und eigentümlichen Qualität.
Helga Schicktanz verschränkt die Arbeiten ihres literarischen Freundes Andreas Okopenko mit den ihren, denkt ihre Motive weiter, setzt sie in neue Zusammenhänge, gibt den Stücken neue Titel. Dadurch entstehen lebhafte, skurrile, geistreiche, doppelbödige, eigenständige neue Beschreibungen und Bewertungen von Situationen und literarische Einsichten.
„Absurden Duett“ ist kein einfaches „Copy and Paste“ und geht weit über eine reine Umstellung von Worten hinaus. Helga Schicktanz trägt den Geist der ursprünglichen Texte weiter und wird ihrer Intention gerecht. Wie Andreas Okopenko feststellt: „Dies Buch macht mir große Freude, wie einst schon das Skript mit den Montagen Noras – wie sich die Dichterin und Freundin Helga immer gern nannte. Besonders weiß ich zu schätzen und liebzuhaben, daß die Monteuse den verarbeiteten Texten immer mit Liebe und Achtung entgegensah.“
Im Buch weist Helga Schicktanz zuverlässig aus, von wem welcher Text ursprünglich stammt. Entweder setzt sie an den Zeilenbeginn ein O für Andreas Okopenko bzw. ein S für Helga Schicktanz, oder es ist bei den zahlreichen Texten angegeben, aus wessen Feder sie stammen.
Helga Schicktanz
Collage Gedichte literarisches Wechselspiel