Die aktuelle Transformation der Staatlichkeit wird oftmals als Wandel von Government zu Governance bezeichnet. Im entwicklungspolitischen Diskurs internationaler Institutionen wie UNO oder Weltbank manifestiert sich das vor allem im Konzept der Good Governance. Damit werden einerseits die Vermeidung von Korruption, die Einführung von Transparenz und Partizipation in der Politik und die staatliche Fokussierung auf Armutsbekämpfung gefordert. Andererseits geht es dabei um die verstärkte Einbindung von Unternehmen und NGOs im Rahmen von Private-Public-Partnerships und vielerorts auch um das Abweichen von Konzepten eines universellen Wohlfahrtsstaats.
Mit Schwerpunkt auf Zentral- und Osteuropa analysieren internationale ForscherInnen diesen Paradigmenwandel, wobei der Frage der Scales, also der wechselseitigen Einflüsse der globalen, nationalen, regionalen und lokalen Ebene auf den Entwicklungsprozess, besondere Bedeutung zukommt.
Bernhard Leubolt
Armutsbekämpfung Entwicklungspolitik Entwicklungstheorie Good Governance Osteuropa /Politik Paradigmenwechsel Partizipation Private-Public-Partnership Weltbank Zentraleuropa /Politik