Zwischen Vulgarität und lyrischer Tonlage bewegt sich die Sprache des autobiographisch gefärbten Romans von Oksana Sabuschko, in dem sie die Geschichte einer Frau, einer Dichterin, erzählt, die aus 'Fäulnis und Moder' der ukrainischen Geschichte weg will und jetzt an einer amerikanischen Universität unterrichtet. Was sie erfährt, sind jedoch nur die Schrecken des Exils, die sie mit all den anderen teilt, die ihre Heimat verlassen haben und denen es nicht gelungen ist, 'sich zu verwirklichen'.Keine Frau hatte sich bisher, formal wie inhaltlich, öffentlich so radikal zu Fragen der Sexualpolitik, zum slawischen Machotum, zur Sklavenmentalität ihrer Heimat geäußert, sodass die Feldstudien über ukrainischen Sex sehr schnell zur ›Bibel des Feminismus‹ avancierten.
Oksana Sabuschko
Feminismus Frauen Geschlechterrollen Ukraine
»Rotzfrech, selbstironisch, voller politischer Bezüge und voll Gefühl – das hat den Roman zum einflussreichsten Stück neuerer Literatur in ihrem Land und darüber hinaus gemacht.« (Bettina Musall, Der Spiegel)
»Eine bis in die Eingeweide herzzerreißende hochpoetische Suada.« (Gabriele Killert, Die Zeit)
»Sabuschko zeigt erstmals in der ukrainischen Literatur, wie die Dissidenten das Trauma, das sie durch Verfolgung und Gulag erlitten, an die nächste Generation weitergeben.« (Christine Daum, ZDF aspekte)
»Oksana Sabuschko, das muss gesagt werden, ist eine Autorin auf die zu hören wir dringend angehalten sind.« (Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten)
»Hingebungsvolle Feldstudien (…) Sabuschko gelingen unvergessliche Bilder.« (Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung)
»Das ist ein Text, der nicht von prüden Eltern stammt, ein emminent politisches Buch.« (Heinrich Vogler, DRS 2)
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