Der Autor beschränkt sich in dieser Schrift nicht auf eine Biographie. Er bezieht aus einer kritischen und selbstkritischen Sicht Position zu vielen Fragen und Problemen, die nicht nur in der kommunistischen Bewegung, sondern in der gesamten Linken diskutiert werden.
Franz Muhri
Franz Muhri, geboren 21.10.1924 als Sohn einer Bauhilfsarbeiterin und eines Bergarbeiters, wurde in der Zeit des Hitlerfaschismus schon mit dem 15. Lebensjahr aktives Mitglied einer kommunitischen und antifaschistischen Jugendgruppe, die vom Grazer Lehrer und Dichter Richard Zach geleitet wurde. Nach Kriegsende trat er der KPÖ bei. Zunächst zum Bezirkssekretär in seinem Heimatbezirk Deutschlandsberg in der Weststeiermark gewählt, war er im weiteren auf verschiedenen Gebieten der Bildungsarbeit tätig. Als steirischer Landessekretär der Partei und Mitglied des ZK wurde er dann in das politische Büro gewählt und 1965 auf dem 19. Parteitag zum Vorsitzenden der Partei. In dieser Funktion löste er Johann Koplenig ab, der mehr als vier Jahrzehnte an der Spitze der KPÖ gestanden ist. Muhri war damals der jüngste Parteivorsitzende und übte diese Funktion 25 Jahre aus.
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