Zum 85. Geburtstag des großen hebräischen Dichters und Aphoristikers: die Summe seiner Dichtung als „Nachlass zu Lebzeiten“.
Person und Werk des israelisch-jüdischen Schriftstellers sind geprägt durch ein dichtes Netzwerk von literarischen, philosophischen, sprachlichen und religiösen Bezügen. 1937 als Paul Koppel in Österreich geboren, musste Benyoëtz 1939 vor den Nazis flüchten und fand in Palästina eine neue Heimat. Er hat als hebräischer Lyriker begonnen und ist mit fast 60 Büchern im Deutschen zum Erneuerer der aphoristischen Gattung geworden. In der Mischform von Aphorismen und Zitatmontagen kommen Zeugen der deutsch-jüdischen Geschichte
zu Wort. Benyoëtz schöpft seine Themen aus dem Talmud und dem Midrasch und entwickelt seinen eigensinnigen Duktus.
• Auf 300 Expl. limitierte bibliophile Edition
Die Edition umfasst zwei Teile: Neben dem Textband enthält der Schuber eine Mappe mit 24 Miniaturen von Metavel. Ihre surrealen Blumen und florealen Motive bestechen durch ihre heftige Farbigkeit.
---
Mit einer Mappe von 24 Miniaturen von Metavel und einem Begleitheft mit Beiträgen von Sylke Kaufmann, Werner Grubitz und Conrad Wiedemann
Schuber mit Leinenüberzug
Limitiert und nummeriert (300 Expl.)
Mappe mit Bildtafeln 24 Blatt
Begleitheft ca. 48 S.
---
„Mit dem Paradies / erwachte die Menschheit; /
mit dem Paradies / gehen noch heute / alle
Menschen zu Bett / Kein Mensch auf Erden, / der
die Geschichte vom Paradies / nicht kennte, /
keiner, der nicht dächte, / diese wäre Ursprung
und Ziel / der Geschichte. / Ginge diese
Geschichte unter, / es wäre die Hölle.“
Elazar Benyoëtz
Leinenüberzug hebräisch Schuber israelisch Miniaturen Duktus Dichter eigensinnig Wortzüge Blumen limitiert Gattung floral sprachlich Talmud
„Nicht nur ein äußerst gebildeter, mit der hebräischen und deutschen Tradition vertrauter Dichter versucht hier zu sprechen, sondern auch ein frommer Mensch, dessen Schmerz über das Unerhörte der Geschichte dieses Jahrhunderts sich bis an den Rand der paradoxen Formulierung des Unbegreiflichen und also Unbeschreiblichen begibt.“
Arnold Stadler
()
„Es fällt mir außer Paul Celan niemand sonst ein, der die Grenzen des Sagbaren, mit Auschwitz im Blick bei jedem Wort, so genau und kompromisslos ausgemessen hat wie Elazar Benyoëtz.“
Anna Mitgutsch
()
„Er hat die Weisheit eines Rabbiners, die Würde eines Rabbis, er ist mein Rabbi in der deutschen Sprache.“
Robert Menasse
()