Günter Flachs Werk „Dimensio“ ist ein heiterer Fantasyroman, in dem der Autor wirkungsvoll die alt bekannten Mittel einer gelungenen Fantasypublikation - wie Gut gegen Böse, Macht und Moral, Liebe und Berufung - verarbeitet hat.
Ausgangspunkt der kurzweiligen Handlung ist die Annahme, dass neben unserer Welt noch eine Unzahl von Parallelwelten existiert, in denen sich die Geschichte der Welt unterschiedlich entwickelt hat. Der pensionierte Kapitän Björn Thalmann öffnet auf dem Berg Dolmar in Südthüringen ein Tor in eine andere Dimension. Plötzlich steht ein dämonenartiges Wesen vor ihm, das sich als Professor der Dimensiologie entpuppt und Björn Thalmann sowie die junge Polizistin Dolly Artus auf eine Reise in verschiedene Dimensionen und durch die Zeit mitnimmt. So besuchen sie zuerst die Dimension von Professor von Schreckenstein, um von dort aus zusammen mit Gorr Grummel, einem Schüler von Professor von Schreckenstein, und dem Druidenschüler Argun in weitere benachbarte Wahrscheinlichkeitsebenen zu reisen: Dimension 5554, in der immer noch die Nationalsozialisten an der Macht sind, und Dimension 5556, in der Deutschland ein Teil der Sowjetunion wurde. Aus dieser Dimension entkommen die Reisenden mit einem Ufo von einem Planeten im System Proxima Zentauri. Auf diesem Planeten verschwindet Dolly plötzlich und landet im Mittelalter, wo sie drei Jahre verbringt, bis sie in letzter Sekunde aus einer Folterkammer gerettet werden kann. Dolly und ihr Retter Argun, die sich verliebt haben, heiraten, doch bevor jeder wieder in seine Dimension zurückkehren kann, gilt es, weitere Abenteuer zu bestehen. Danach findet sich Björn Thalmann auf dem Dolmar wieder und weiß nicht, ob er tatsächlich durch die Dimensionen gereist ist oder vielleicht alles nur geträumt hat.
Günter Flach