Mit seinem Buch über Alban Berg legt Theodor W. Adorno die Summe seiner Lebenserfahrung mit dem Werk des Wiener Meisters vor. Der Umstand, dass er selbst Schüler Bergs war, kommt den Ergebnissen der Analyse zugute, die gleichermaßen dem Menschen wie dem Charakter seiner Musik gilt. Darüber hinaus garantieren die weltweit bekannten Leistungen des Autors auf dem Gebiet der Soziologie eine Behandlung der Materie, die ins Innerste des Phänomens eindringt. Unter Verwendung älteren Material, das in den anderen Büchern des Autors nicht enthalten ist, vor allem aber in breiter Nutzung seiner gegenwärtigen Erkenntnisse wird keine Komponente des Entstehens und der Wirkung außer acht gelassen.
Theodor Wiesengrund Adorno
Adorno, 1903–1969, hatte besonderen Bezug zu Wien. 1925 durch Studium bei Alban Berg, mehrmalig in den 60er Jahren, durch Bezug zu Harald Kaufmann, Kurt Blaukopf und auch dem Verlag Lafite. Da er an E. Lafite das Erstpublikationsrecht gab und er 1968 die Buchpremiere betreut hatte, wird in der erweiterten Ausgabe seine Korrespondenz mit dem Verlag (Herausgeber Rudolf Klein) dokumentiert.
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