Das Werk des norwegischen Malers Aksel Waldemar Johannessen, dessen Bilder versteckt
und unbemerkt auf Dachböden, in Kellern und Schuppen schlummerten, fand die verdiente Anerkennung erst viele Jahre nach seinem Tod. Die Lebensgeschichte Johannessens und seine beeindruckenden Kunstwerke, deren Nähe zu Edvard Munch nicht zu übersehen ist, werden mit dieser Publikation erstmals vorgestellt.
Sein bildnerisches Werk, bestehend aus über achtzig Gemälden, entstand zwischen 1912 und 1922 in seiner Heimatstadt Oslo. Als Johannessen 1922 starb, geriet er schnell in Vergessenheit. Erst 1990 hat ihn ein norwegischer Kunstsammler durch Zufall wiederentdeckt und konnte mithilfe von Aussagen noch lebender Zeitzeugen die ungewöhnliche Lebensgeschichte des Künstlers mühsam rekonstruieren. Die lebensnahe Darstellung seiner sensiblen, meist etwas melancholischen Bilder beeindruckt bis heute. In vielen Arbeiten widmete er sich sozialkritischen Themen aus der Welt der Arbeiter, Trinker und Prostituierten. Alle seine Bilder sind aufgeladen mit Emotionen und reflektieren die Not und Armut seiner Umgebung.