Anfang der Fünfzigerjahre verlässt die dreiundzwanzigjährige Elisabeth Bowill Deutschland, um in England ein neues Leben zu beginnen. Ihr kleiner Sohn Wolf bleibt in der Obhut ihrer Stiefmutter zurück. Die Romanhandlung greift das Zusammentreffen von Wolf und Elisabeth nach über fünfzig Jahren auf: Es ist Pfingsten, in Elisabeths Heimatstadt wird der traditionelle „Pfingstlauf“ gefeiert. Mutter und Sohn werden als Gäste erwartet und beide reisen an, ohne von dem Kommen des anderen zu wissen.
Grundmotiv des Romans ist eine nur scheinbar bewältigte Vergangenheit. In den Biografien aller Personen wird deutlich, wie sehr die jüngere deutsche Geschichte ihr Leben verformt hat.
Annemarie Schelm