Dieses Buch vertritt die These, dass menschliche Sprache nur dort ihre eigentliche Bedeutung entfaltet, wo sie »verkörpert« bleibt. Es untersucht die Grenzbereiche zwischen Sprache, Kultur, Technik und Psyche und fragt, was geschieht, wenn das System Sprache sich zunehmend aus seiner körperlichen, sozialen und affektiven Einbettung löst.
Ausgehend von Befunden aus Linguistik, Soziologie, Neuro- und Sozialwissenschaften wird Sprache als sozial verankerte Praxis ihrer selbst-eigenen Verkörperungsmöglichkeiten verstanden. Im Fokus stehen die narrativen Prozesse, durch die Bedeutung aus »verkörpert-sprachlicher« Selbstwahrnehmung entsteht, sowie die Verschiebungen dieser Prozesse durch technisch erzeugte Sprachformen.
Das Buch verbindet systemische Theorie mit kulturkritischer Sensibilität und richtet sich an Leser:innen, die Sprache, psychisches Selbst und eine verkörperte Präsenz neu zusammendenken wollen.
Michel Ackermann
Michel Ackermann, Dipl.-Musikerzieher (Komposition, Klavier); Systemischer Kinder- und Jugendtherapeut, Systemischer Familientherapeut (SG); Berufsschullehrer im Fach Sozialpädagogik; Dozent an der Polyvagal-Akademie; als Familientherapeut in privater Praxis und für das Berliner Institut für Familientherapie tätig, Schwerpunkt Krisenintervention/KJHG.
Verkörperung Störung systemisch Psyche Kulturkritik Soziale Praxis Affektivität Selbstwahrnehmung Psychisches Selbst Linguistik Sozialwissenschaften Systemtheorie Kommunikation Medialität Technik und Sprache