Während eines Meetings verwandeln sich alle Vorstandsmitglieder in Frösche. Kurz vor seiner Operation findet ein Patient im Krankenhaus Zuspruch bei einer Eule. Das letzte Nashorn wird unter Applaus auf einem Zebrastreifen erschossen. Im 87. Stock führen Krokodile unbemerkt ein sehr komfortables Leben.
Der Ausnahmekünstler Shaun Tan beleuchtet in seinem neuesten Werk das sonderbare Verhältnis zwischen Mensch und Tier und schildert in traumartigen Sequenzen, wie Liebe und Fürsorge nicht selten Gleichgültigkeit und Grausamkeit gegenüberstehen.
Die insgesamt 25 ganz unterschiedlichen Texte, die jeweils um doppelseitige Ölbilder ergänzt werden, wirken poetisch und düster, bergen aber auch viel Witz und Wärme und dringen tief ins Herz unserer urbanisierten Welt vor.
Shaun Tan
Stadt einheimische Tiere exotische Tiere Naturschutz Großstadt Tierverdrängung Kurzgeschichten Deutscher Jugendliteraturpreis 2019
"Dieses Buch tut das, was große Literatur leisten kann; Mut zu machen, wo scheinbar kein Ausweg zu sehen ist."
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"Der Australier Shaun Tan ist ein fabelhaftes Erzähltalent und ein ebenso grossartiger Zeichner. Seine Geschichten sind feinsinnige Parabeln, seine Zeichnungen aber entführen in eine Welt, in der die Tiere fast menschlich und doch ganz fremd erscheinen."
Roman Bucheli ()
"Entstanden ist so das verstörend-schöne Buch eines Traumkünstlers, das unfertig wirkt an manchen Enden und trostreich in seiner Pracht, seinem Witz, seinem verzweifelten Einfallsreichtum."
Elisabeth von Thadden ()
"In magisch-realistischen Winzgeschichten und berückenden Bildern mischt Tan Mensch, Natur, Humor und Schmerz ganz neu."
Thomas Klingenmaier ()
"'Hai, Bär, Krokodil, Eule, Schwein, Lungenfisch, Mondfisch, Papagei, Schmetterling, Biene, Flusspferd, Tiger, Hund, Schnecke, Katze, Schaf, Pferd, Yak, Orca, Nashorn, Fuchs ... immerhin haben wir ihnen unsere schönsten Wörter gegeben.' Und Shaun Tan sein schönstes Buch."
Andreas Platthaus ()
"Shaun Tan erweist sich in diesem Gesamtkunstwerk aus Bild und Text als universaler Erzähler, dem etwas überaus Seltenes und Kostbares gelingt: über der düsteren Landschaft der Katastrophen unserer Zeit die Utopien hell leuchten zu lassen, auf dass wir nicht den Glauben an sie verlieren."
Thomas von Steinaecker ()