Zum 100. Jubiläum der Russischen Revolution die filmischen Utopien jener Aufbruchsjahre, die dem Bürgerkrieg folgten und den Neuen Menschen schaffen wollten…
Der Neue Mensch (Sonderausgabe)
Aufbruch und Alltag im revolutionären Russland
Hrsg: Alexander Schwarz, Rainer Rother
Zum 100. Jubiläum der Russischen Revolution die filmischen Utopien jener Aufbruchsjahre, die dem Bürgerkrieg folgten und den Neuen Menschen schaffen wollten…
2 DVD, 420 Minuten, s/w, Online Booklet, Bestnr. 8032
»Einfach ›Mensch‹ − das ist zu wenig. Die Geschichte fordert, dass der Neue Mensch erscheine. Der Mensch ist dafür geschaffen, vorwärts und höher zu gehen.« Maxim Gorki
Zum 100. Jubiläum der Russischen Revolution die filmischen Utopien jener Aufbruchsjahre, die dem Bürgerkrieg folgten und den Neuen Menschen schaffen wollten…
1917 machten sich die russischen Revolutionäre daran, »alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist«, wie es bei Marx heißt. Die Spiel-, Dokumentar‑ und Trickfilme aus den Jahren 1924 bis 1932 zeichnen das (Wunsch‑)Bild der jungen UdSSR: Lebensfrohe, gesunde Arbeiter und Bauern erschaffen eine bessere, humane Gesellschaft. Der Neue Mensch tritt hervor, das Überkommene und Bourgeoise – ob Bürokraten, Alkoholiker oder Obdachlose – soll verschwinden. Mit Witz und Pathos werden in Filmen wie Bett und Sofa oder Der Weg ins Leben sowie zahlreichen Entdeckungen der Alltag und die neuen Familien- und Heldenbilder präsentiert – bevor wenig später der Stalinismus die Utopie zunichtemacht.
Dsiga Wertow
Russische Revolution Utopien UdSSR Stalinismus
»Einfach ›Mensch‹ − das ist zu wenig. Die Geschichte fordert, dass der Neue Mensch erscheine. Der Mensch ist dafür geschaffen, vorwärts und höher zu gehen.« Maxim Gorki
"Diese Edition macht so viel Lust auf das politisch spektakuläre, formal avantgardistische frühe sowjetische Kino, dass der Verlag unbedingt über eine Fortsetzung nachdenken sollte." Berliner Zeitung
"Spiel-, Dokumentar- und Trickfilme aus der UdSSR der Jahre 1924 bis 1932 sind darauf versammelt. Schmerzhaft führen sie einem die Rückständigkeit unserer Zeiten vor Augen." Junge Welt
"...enthält acht Spiel-, Dokumentar- und Trickfilme aus den Jahren 1924 bis 1932 von fast sieben Stunden Gesamtlänge. Diese zeichnen das (Wunsch-)Bild des jungen Sowjetstaats mit lebensfrohen Arbeitern und Bauern, die eine bessere, humanere Gesellschaft erschaffen, in der das Überkommene der Bourgeoise – Bürokraten, Alkoholiker, Obdachlose – verschwindet." Lahn Zeitung
"Die Leistung der neuen DVD Edition liegt nun darin, aufzuzeigen, dass der neue Mensch gerade durch ein Genre geschaffen werden sollte, daß sich als "Alltagsfilm" bezeichnen ließe, aber so unterschiedliche Spielarten wie die Komödie, das Drama und den Animationsfilm miteinander zu verbinden wusste." Film Dienst
"Auch wenn das alles nach allzu durchschaubarer Pädagogik klingt - die Idee des Neuen Menschen als pure Propaganda abzutun, greift zu kurz. Denn das Ideal war verbunden mit bahnbrechenden Reformen. Kurze Zeit nach der Machtübernahme Stalins war die Blütezeit des sowjetischen Kinos vorüber. Seine Gewaltherrschaft deutet sich in einigen Momenten bereits an - immer dann, wenn die Filme ihrem Publikum die Angst vor dem Verschiedensein einimpfen wollen." Der Spiegel
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