Die Arbeit befasst sich mit Bestimmtheit und Normativität der Strafgesetzessprache. Ihr zentrales Anliegen ist eine bedeutungstheoretische Aufklärung des nullum crimen-Grundsatzes, die sowohl den verfassungsrechtlichen und staatstheoretischen Forderungen dieses Prinzips als auch der Sprachrealität gerecht werden kann. Durch interdisziplinäre Analyse und systematische Auswertung einer Pluralität von Sprach- und Bedeutungstheorien will der Verfasser einen Beitrag zur Entwicklung einer juristischen Bedeutungstheorie leisten, die auf die Problembereiche der Bestimmtheit und Bindung strafrechtlicher Tatbestände anwendbar sein kann.
Nikolaos Tsoumanis
Rückwirkungsverbot Präjudizien Sozialadäquanz Verschleifungsverbot Präzisierungsgebot Korpuspragmatik Diskursanalyse Wissensrahmen Wissensstruktur Frame-Semantik Frame Familienähnlichkeit Prototyp Stereotyp Optimierungsprinzip