Ein ungleiches Zwillingspaar und ein namenloser Doppelgänger stehen vor den Scherben ihrer Identität. Beziehungen müssen neu geknüpft werden - und dabei einen Mord und ein Verbrechen aus der Vergangenheit aufgeklärt werden.
Der 18-jährige Wittiko ist ein genialer Musiker, Vaters Stolz, Mamas Liebling und Schwarm aller Mädchen. Da kann er sich wirklich nicht noch um die Belange des täglichen Lebens kümmern. Dafür hat er ja zum Glück seinen Zwillingsbruder Tassilo. Dass er dem auch sonst nicht im Entferntesten ähnelt, verdrängt er lieber – bis etwas geschieht, dass bisher so geradliniges Leben zutiefst erschüttert.
Tassilo ist tatsächlich ebenso umsichtig wie fürsorglich, aber anstatt für seinen selbstgefälligen Zwilling zu sorgen, wie es die Familie von ihm erwartet, würde er sich lieber seinem Archäologiestudium und besonders den faszinierenden Maya widmen. Und dann entdeckt er eines Tages beim Internetsurfen, als Wittikos Geigenspiel ihn mal wieder von jeder konzentrierter Arbeit abhält, eine ganz unglaubliche Meldung: Am Strand ist ein verwirrter Mann aufgefunden worden, der zwar nicht spricht, aber wunderbar Klavier spielt. Und dieser Mann sieht aus wie Wittiko. Ganz von selbst formt sich in Tassilo eine verführerische Idee.
Der Junge vom Strand leidet unter seiner Amnesie und ist Tassilo dankbar, der ihm hilft, die Scherben seines Lebens zusammenzusetzen. Aber sind es die richtigen Scherben? Warum verfolgt ihn ein auffälliges Auto in seinen Träumen? Wer ist der Bärtige, der ihm auf Schritt und Tritt begegnet? Und warum hasst Wittiko ihn so?
Veronika Janssen
Ich bin promovierte Kirchenhistorikerin und lebe in einem Dorf bei Kiel. Wenn ich nicht gerade lese, was ich eigentlich überall tun könnte, auch gerne an der frischen Luft, bin ich gern mit meinen drei schon fast erwachsenen Kindern zusammen, höre und mache Musik, werkel in meinem Garten, besuche Museen und beobachte Vögel.
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