Im Alter von 9 Wochen kommt Nele zu Herrchen und Frauchen und krempelt deren Leben um. Humorvoll, z.T. ironisch wird ihr Alltag zu dritt geschildert, denn Boxer sind keine Hunde, sondern Boxer und haben Personal. Bebildertes Tagebuch.
Entwicklungsgeschichte eines Welpen aus kindlicher Sicht. Nele ist gerade mal neun Wochen alt, als sie zu Herrchen und Frauchen kommt; der beschriebene Zeitraum umfaßt den Zeitraum Dezember 2012 bis Dezember 2013. Also fällt die Erziehung zur Stubenreinheit in eine dafür, vor allem nachts, etwas ungemütliche Jahreszeit – zumindest für Neles Personal.
Nele hat selbstverständlich ihre ganz eigene Wahrnehmungsebene und schildert ihre kleinen und großen Abenteuer, ihre kleinen und großen Mißgeschicke, ihre kleinen und großen Ausinandersetzungen mit Herrchen und Frauchen, die sie (boxertypisch) eher als ihr Personal betrachtet, vor allem anfangs selten als Menschen anerkennt, die ihre Freiheiten beschränken dürfen; mit Neles Worten ausgedrückt: „Erziehung ist bäh“.
Die Fehler dabei machen ja die Menschen, manchmal die Hunde, aber Boxer nie.
Nele entdeckt die Welt: Menschen, Orte, Dinge, Tiere und Hunde, die sie aus ihrer Sicht auch charakterisiert.
Allerdings legt sie sehr viel Wert darauf, daß sie kein Hund, sondern ein Boxer ist. (Dies entspricht der Erfahrung von Hundekennern, die zum ersten Mal mit einem Boxer „konfrontiert“ werden: Boxer sind anders.)
Altersbedingt ist Nele u.a. aufgeweckt, neugierig, aktiv, frech, robust und erwartet das selbstverständlich auch von ihrem Personal, zumindest deren Verständnis, das wiederum vorhanden ist, aber auch Grenzen setzt.
Natürlich macht Nele einiges kaputt -siehe Bilder - eine Couch nimmt sie sich dreimal vor, so daß diese Sachen auf der Strecke bleiben und Neues angeschafft werden muß, das durchaus ihren Geschmack trifft.
Sie hat ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrem Tierarzt Dr. Altstaedten (bekannt als Dr. Wolf, HundKatzeMaus, VOX), den sie nicht nur kennen lernt, weil sie geimpft werden muß, sondern bereits in ihren ersten Lebensmonaten mit Wehwehchen zu tun hat (z.B. Pyodermie, Demodexmilben).
Ein eben so besonderes, wenn nicht gar außergewöhnliches Verhältnis hat sie zu ihrem Futter, das zu entsprechenden Erlebnissen und Vorkommnissen führt.
Das Tagebuch unterliegt sozusagen einer natürlichen Dramaturgie: je älter Nele wird, um so ausführlicher bzw. intensiver schildert sie Erfahrungen, Episoden, Geschehnisse, Erlebnisse.
Da das Geschilderte Realität und Alltag ist, ist es keine romantisch verklärende „Dog-Daily-Soap“.
Der Text eignet sich als (Vorlese-), Kinder-und Jugendbuch, ebenso selbstverständlich als Lesestoff für erwachsene Hunde- bzw. Boxerliebhaber.
Nele
Boxer, weiblich, geboren 2012, lebt jetzt in Wiesbaden
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