Macke möchte nur in seinem Segelboot auf der Adria eine Auszeit nehmen. Durch einen Irrtum sind Mafia und Geheimdienste hinter ihm her. Er begegnet zwei schönen Frauen und schlägt sich durch. Es gibt Musik und Zeitkritik, es wird gekämpft und gelacht
Der feinsinnige, wortkarge Biologe Macke findet auf einer Tumorzellkultur zufällig einen Überstand, von dem ein kleinster Tropfen seine Aquariumfische vorübergehend lähmt. Macke misst dem keine große Bedeutung bei. Sein Chef möchte mit diesem „Malaisefaktor“ berühmt werden. Er feuert Macke und veröffentlicht die Entdeckung unter seinem eigenen Namen. Der arbeitslose Macke wird von seiner Frau verlassen und von einer schon früher gelegentlich auftretenden Depression erfasst. Seine Verbrennungspatientin Tatjana, seine Tumorpatientin Elsa, der Chauffeur Krupke und der Leichentransporteur Börnerle helfen ihm, eine Tumorzellkultur auf die Seite zu bringen und den im Institut verbleibenden Rest so zu verändern, dass der Malaisefaktor nicht mehr gebildet wird. Macke erbt ein Segelboot und einen schweren Bootstransporter. Er soll damit auf dem Mittelmeer seine Seelenruhe wiederfinden. Auf der Fahrt hört er in Sabbioneta dem Spiel einer Pianistin zu und lernt den blinden Geigenvirtuosen Cremonesi kennen. Mittlerweile befeuert dieser „Malaisefaktor“ paranoide Vorstellungen bei Regierungen, Geheimdiensten und dem internationalen Verbrechen. Als klar wird, dass die hinterlassenen Zellkulturen nach Mackes Eingriff den Faktor nicht mehr produzieren und Mackes Chef ermordet wird, beginnt die Jagd auf Macke bei der Regierungen, Geheimdienste und das Verbrechen ohne jede Skrupel zusammen agieren. Macke wird in Italien im Auftrag des Pretore Grossi festgenommen, eingesperrt, erfolglos verhört und dann nach Intervention der Regierung auf sein Boot frei gelassen, wo man hofft durch Überwachung doch noch herauszufinden wo die Restkulturen sind. Pretore Grossi hat Macke chinesischen Gangstern versprochen und muss vor deren Rache flüchten. Mit seiner Luxusyacht verlässt er in einer Gewitternacht überstürzt den Hafen von Ancona. Bei der Ausfahrt verhakt sich die Trimmklappe der grossen Motoryacht in Mackes Ankerkette und reisst das Segelboot mit sich in die Sturmnacht auf das Meer. Beim Versuch Mackes sich mit Seenotraketen auf der Luxusyacht bemerkbar zu machen schlägt eines der Geschosse in dem Steuerstand der Yacht ein und legt die gesamte Elektrik lahm. Mackes Stahlkreuzer reisst ein grosses Loch in das Heck der Motoryacht. Grossi stürzt bei dem Versuch Macke zu erschlagen ins Meer und Macke ist allein mit Grossis Begleiterin, der Pianistin Chiara aus Sabbioneta. Nach dem Sinken der Yacht retten sich die Beiden auf die dalmatinischen Inseln, kommen sich näher und werden von Altan, einem Gangsterfreund Grossis, gefangen genommen. Macke flieht. In Kuklica trifft er zwei jugoslawische Bürgerkriegsveteranen, die an Altan Rache nehmen und seine Villa in Milna angreifen. Bei dem dabei entstehenden Blutbad kann Macke Chiara befreien und flieht mit ihr in die Villa am Ticino, wo Cremonesi wohnt. Von dort nimmt man Kontakt zur deutschen Regierung auf. Macke verspricht im Austausch gegen seine Freiheit eine Restkultur mit dem Malaisefaktor auszuliefern. Bei der Übergabe gibt es in Venedig ein furioses Finale. In einer wilden Schiesserei mit Menschenhändlern der Mafia flieht Macke mit einer befreiten Afrikanerin auf eine Insel in die venezianische Lagune. Von dort gelingt endlich die Übergabe der Zellkultur. Aus dem bösartigen Chaos, das wir Politik nennen, wird Macke, der freundliche Skeptiker von Regierungsdirektor Klaist, dem desillusionierten Zyniker gerettet und mit seiner Wüstenblume in ein besseres Leben entlassen.
H. Josef Huegel
Arztrentner. Seit acht Jahren 5-6 Monate pro Jahr Tätigkeit in basismedizinischen Projekten bei der Versorgung von Kranken in den Slumregionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.
Musik Zeitkritik Spannung Italien Humor Gefühl Datenspionage