Der Datenreport ist eine regelmäßig alle vier Jahre von der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in Auftrag gegebene Darstellung der strukturellen Entwicklung der Erziehungswissenschaft. Ziel der Publikation ist die Information der Fachöffentlichkeit, der Bildungs- und Hochschulpolitik sowie der Öffentlichkeit über die Entwicklung und den erreichten Entwicklungsstand der Erziehungswissenschaft als einem der größten Fächer an deutschen Hochschulen. Besonderes Augenmerk liegt auf den Indikatoren zu Studiengängen, Studierenden, Studienabschlüssen, Personal, Forschungsleistungen und Nachwuchsförderung.
Der Datenreport bietet Grundinformationen darüber, wie die Erziehungswissenschaft sich unter dem Einfluss dieser Veränderungen entwickelt, und dient der Identifikation fachpolitischer ebenso wie hochschul- und bildungspolitischer Handlungsbedarfe. Relevante Informationen im Datenreport – etwa zu den Studierenden, Studienabschlüssen und den wissenschaftlichen Karrieren – werden nach Geschlechtern differenziert dargestellt. Die DGfE kommt damit ihrem eigenen Anspruch nach, Gendergerechtigkeit zu unterstützen. Der Datenreport ist von herausgehobener Bedeutung für die aktuellen Diskussionen um die Sicherung von Ausbildungskapazitäten für professionelle pädagogische Berufe und um wissenschaftliche Karrieren.
Seit 20 Jahren und damit länger als vergleichbare Fachgesellschaften beobachtet die DGfE durch den Datenreport die disziplinäre Entwicklung der Erziehungswissenschaft anhand von Strukturdaten. Der aktuelle, sechste Datenreport informiert darüber, wie sich Studienangebote im Hauptfach und im Lehramt verändern, welchen Zuspruch die Disziplin von den Studierenden erfährt, welche Abschlüsse vorgehalten und erreicht werden, inwiefern die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt reüssieren, wie sich Qualifikations- und Stellenangebote sowie Personalstrukturen in der Disziplin entwickeln. Die neueste Ausgabe betont dabei die Trendanalyse über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten und wirft Fragen nach künftigen Entwicklungsbedarfen und Perspektiven für die Disziplin auf.
Hermann Josef Abs
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