Bereits ab 1963 fotografierte Karl-Friedrich Seitz Lokomotiven und Züge. Zunächst war er in
seiner süddeutschen Heimat, unter anderem in Tuttlingen, Rottweil, Stuttgart und Villingen
aktiv. Als Fahrdienstleiter unter anderem in Tuttlingen und Augsburg entstanden einmalige
Aufnahmen nicht nur von P 8 und "Fuffzigern", sondern auch von den seinerzeit noch vorhanden
Exoten ebenso wie von Ulmer 03 und Stuttgarter P 10. Auch die moderne Traktion etwa
mit E 60 oder V 200 wurden von ihm aufgenommen.
Ab 1965 nutzte Karl-Friedrich Seitz seine zahlreichen Fahrten mit Interzonenzügen durch die
DDR, um aus dem Zug heraus "verbotene" Fotos zu schießen. Diese Aufnahmen zeigen einen
wunderbaren Querschnitt durch die damalige Typenvielfalt bei der Deutschen Reichsbahn
und den Werkbahnen. Neben den üblichen Baureihen wie 01, 015, 03 und 0310, 44 und 50 finden
sich preußische T 12, T 14 und T 141, 5516, 5620 und G 12 in seinem Bestand. Beizeiten
gelangte der durch seine Publikationen den EK-Lesern bekannte Fotograf in Bahnbetriebswerke
der Deutschen Reichsbahn, wo er scheinbar unbehelligt eine große Anzahl herrlicher
Lokporträts anfertigen konnte.
Auf Reisen quer durch die alte Bundesrepublik - sprichwörtlich von den Alpen bis zur Waterkant
- schuf Karl-Friedrich Seitz unwiederbringliche Bilddokumente vom Betrieb der alten
Bundesbahn.
Karl-Friedrich Seitz
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