Wertstrom Engineering ist das methodische Konfigurieren von Arbeitsprozessen.
Wertstrom Engineering ist das methodische Entwickeln, Standardisieren und Projektieren von arbeitswirtschaftlich und -wissenschaftlich motivierten Arbeitsprozessen in Unternehmen.
Ein Arbeitsprozess wird zunächst charakterisiert durch eine überschaubare Kette von Aktivitäten, die in gewisser räumlicher Nähe stattfinden. Kennzeichen für einen Prozess sind häufig die zur Bedienung der technischen Ausrüstung, Maschinen oder Anlagen notwendigen Qualifikation der Mitarbeiter. Nach innen arbeitet der Prozess in sich so autonom wie möglich.
Das Netzwerk nach außen ist der in der Wertstrom-Landkarte dargestellte Gesamtprozess . Eine Vielzahl von gängigen Mustern steht zur Verfügung, um den Arbeitsprozess in seiner Rolle im Material- und Informationsfluss im Ganzen und mit hinreichender Genauigkeit im Detail nach innen zu beschreiben.
Im Wertstrom Engineering werden diese Ablaufmuster als Kunden-Prozess-Klassen bezeichnet.
Produktionsprozesse können als Wertstrom-Landkarte aus grafischen Symbolen kombiniert und abgebildet werden. Hierzu wurde eine farbige Symbolik neu entwickelt, die als Engineering Notation 4 oder kurz [EN4] bezeichnet wird.
Wolfgang Schweizer
Wolfgang Schweizer studierte Informatik an der Universität Stuttgart. Er ist seit 1984 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (lAO) in Stuttgart beschäftigt. 1991 hat er an der Fakultät Konstruktions- und Fertigungstechnik der Universität Stuttgart promoviert. Als Lehrbeauftragter betreut er Vorlesungen zum Thema Wertstrom Engineering im Studiengang Technologiemanagement und im Studiengang Master Online Logistikmanagement an der Universität Stuttgart. Seit 2010 ist er Lehrbeauftragter der Freien Universität Bozen.
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