Zeitzeugenbericht eines Hamburger Jungen aus dem Krieg und der schlimmen Nachkriegszeit.
Der autobiographische Zeitzeugenbericht beschreibt die Erlebnisse eines Hamburger Jungen im 2. Weltkrieg und in den gravierenden Problemen der ersten Nachkriegsjahre bis zur Währungsreform, die die allgemeine Not beendete.
Zunächst erzählt der Autor von seiner Kindheit in Hamburg vor dem Krieg, dann vom Krieg mit seinen Aktivitäten als Pimpf in der Hitlerjugend, von dem 10tägigen Luftangriff auf Hamburg, der Kinderlandverschickung zu Pateneltern in die sichere Provinz und dann nach Schließung und Evakuierung der Hamburger Schulen vom Leben im Klassenverband in einem KLV-Lager in Gößweinstein in Oberfranken und als dieser Ort in die Frontlinie geriet, von dem neuen KLV-Lager in Kellnhusen an der Ostsee.
Er schildert die Flucht der Lagerleitung und des Küchenpersonals aus dem Lager gegen Kriegsende und der daraus resultierenden Hungerwoche der Schüler bis zu ihrer abenteuerlichen Rückkehr in die „Festung Hamburg“ und nach deren bedingungsloser Kapitulation den Einmarsch der Engländer in die Stadt, die Verhaftung seines Vaters und dann das Chaos der schlimmen ersten Nachkriegsjahre mit Trümmerbeseitigung, unvorstellbarer Wohnungsnot, quälender Hungersnot mit Lebensmittelkarten, Schulspeisung, Hamstern und Schwarzmarkt, die bitter kalten Winter mit Frieren und Kohlenklau und schließlich die Rettung durch Verwandte in den USA mit CARE-Paketen und getragener Kleidung. Er beschreibt auch den problematischen Schulalltag in zerstörten Schulen mit Lehrermangel und fehlenden Lehrmitteln wie er ihn in seinem „Arbeitergymnasium“ mit Ruderklub kennen lernte.
Die Schilderungen werden unterstützt durch Tagebucheintragungen des Autors. Das Buch verfügt über einen Anhang mit einem sehr umfangreichen Literaturverzeichnis und ein ausführliches Glossar.sowie eine Zeitschiene.
Rolf H. Arnold
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