In der Verfahrenstechnik werden Kristallisationen, bei denen sich innerhalb von Sekunden oder Bruchteilen von Sekunden eine feinkörnige, schwerlösliche, kristalline Phase bildet, Fällungskristallisationen genannt. Typische Partikelgrößen, die durch eine Fällung erzielt werden können, liegen zwischen 20 nm und 10 µm. Um Voraussagen über die endgültigen Partikeleigenschaften (z.B. Größenverteilung, Morphologie) treffen zu können, müssen die entscheidenden Schritte des jeweiligen Partikelbildungsmechanismus verstanden sein. Am Beispiel von Bariumsulfat wurden Keimbildungs- und Wachstumsmechanismen bei hoher Übersättigung untersucht. Die fundamentalen kinetischen Gleichungen für Keimbildung und Wachstum wurden außerdem für Calciumfluorid, Strontiumfluorid, Magnesiumfluorid, Magnesiumhydroxid sowie Strontiumcarbonat angewendet und mit experimentellen Daten verglichen.
Ricco Kügler
Fällung Keimbildung Kristallwachstum