Zusammenfassung: Die allergische Rhinitis (AR), Polyposis nasi (NP) als auch die chronische Rhinosinusitis (CRS) sind alle vergesellschaftet mit eosinophiler Infiltration (Eosinophilie) sowie einer erhöhten Anzahl von Mastzellen in der Schleimhaut. Beide Zelltypen und deren Marker, das eosinophile kationische Protein (ECP) und die Tryptase werden verwendet, um wertvolle Informationen für die Diagnostik chronisch nasaler Erkrankungen zu gewinnen.
Methoden: Die Studie umfasste 120 Patienten. Proben der Schleimhaut wurden mittels Cytobrush gesammelt und hieraus die Zahl der Eosinophilen und Mastzellen bestimmt. Ihre entsprechenden Marker ECP und Tryptase wurden aus Nasensekret über ein Watteröllchen aufgesammelt und quantifiziert. Gesamt-IgE und die gesamt Eosinophilen wurde in einer venösen Blutprobe gemessen. Patienten wurden in Bezug auf ihre Hauptdiagnose eingeteilt: AR (n = 34), NP (n = 25), CRS (n = 27) und Kontrollen (n = 34).
Ergebnisse: Bei NP waren im Vergleich zu allen anderen Gruppen sowohl die Eosinophilen aus Cytobrush und die ECP Werte hoch signifikant (p
Fazit: Wie andere Studien bereits gezeigt haben, kann ECP und die eosinophilen-Anzahl korrelieren und damit nützliche Informationen im Hinblick auf die Diagnose geben. Ebenso können Tryptase und Mastzellzahl korrelieren. Die gewählte Technik der Zellgewinnung, Färbemethode und die Aktivierung dieser Immunzellen haben jedoch erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse. Daher ist ein Vergleich der verschiedenen Methoden teilweise schwierig. Leitlinien könnten helfen, um in Zukunft gleiche Standards zu setzen.
Andreas Bernt