Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit des sozialwissenschaftlichen Konzepts der Transmigration in die anglistische Literatur- und Kulturwissenschaft als Beitrag zum Verständnis komplexer Formen von Mobilität (hier v.a. Mehrfachmigration), translokaler Identiiäten und deren narrativer Aushandlung. Teil 1 erschließt theoretische Grundlagen zum Transmigrationskonzept und dessen Bezügen zu anderen Bereichen der Migrations- und Diasporaforschung, zur Raumtheorie sowie zu Transnationalismus-, Globalisierungs-, Kosmopolitismus-, Transkulturalismus- und Gedächtnisforschung. Teil 2 ist eine Fallstudie zur Normanist*innengemeinde, die im 19. Jh. von Großbritannien über Kanada und Australien nach Neuseeland auswanderte, sowie zu diesbezüglichen Identitäts- und Erinnerungsdiskursen (19.-21. Jh.) in Literatur sowie anderen Textsorten und kulturellen Ausdrucksformen. Es folgt ein Ausblick auf weitere Fallbeispiele und konzeptuelle Implikationen für künftige anglistische Transmigrationsforschung.
Silke Stroh
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