Das im Rahmen der Arbeit entwickelte Hybrid-Prototype-in-the-Loop (HPiL) Testverfahren ermöglicht den Test der vollständigen Interaktion zwischen Fahrer und Fahrerassistenzsystem auf Basis dessen frühester Entwicklungsprototypen. Das HPiL Testverfahren kann damit ein wichtiger Baustein für die kosteneffiziente und fahrergerechte Entwicklung zukünftiger, hochautonomer Fahrfunktionen sein.
Fahrerassistenzsysteme (FAS) haben in den vergangenen Jahrzehnten einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Unfällen und zur Abschwächung von Unfallfolgen geleistet. In der Entwicklung hin zum vollständig autonomen Fahrzeug werden FAS zukünftig immer umfangreichere Aufgaben der Fahrzeugsteuerung übernehmen. Der erfolgreiche Einsatz von FAS setzt voraus, dass der Fahrer das FAS versteht und mit diesem situationskonform interagieren kann. Die dazu erforderliche vollständige Interaktion zwischen Fahrer und FAS kann heute jedoch erst spät in der Entwicklung getestet werden. Im Rahmen der Arbeit wird daher das neuartige Hybrid-Prototype-in-the-Loop (HPiL) Testverfahren entwickelt, welches den Test der vollständigen Fahrer-FAS Interaktion auf Basis frühester Entwicklungsprototypen ermöglicht. Die Bereitstellung der Prozesse, Methoden und Werkzeuge der Hybrid-Prototype-in-the-Loop Methodik ermöglicht den effizienten Einsatz des HPiL-Testverfahrens im Entwicklungsprozess. Auf Basis verschiedener Nutzertests werden der Nutzen und die Potentiale des HPiL-Testverfahren für die heutige und die zukünftige FAS Entwicklung herausgearbeitet.
Christian Buchholz
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