Mikroalgen können aus Licht und anorganischen Nährstoffen komplexe organische Produkte synthetisieren, was sie zu einer interessanten Quelle für Rohstoffe macht. Sie konkurrieren dabei mit Agrarprodukten, daher sind für eine kosteneffiziente Produktion Produktionsanlagen erforderlich, die im Freiland unter der Nutzung des Sonnenlichts betrieben werden können. In dieser Arbeit wurde deshalb die Lichtnutzung im Labor und im Freiland untersucht.
Mikroalgen sind eine interessante Quelle für Rohstoffe, da sie in der Lage sind, aus Licht und anorganischen Nährstoffen komplexe organische Produkte zu synthetisieren. Dabei assimilieren sie zusätzlich das Treibhausgas CO2 und können essenzielle Nährstoffe sogar aus Abwasser beziehen. Somit ergibt sich ein weiterer positiver Effekt auf die Umweltbilanz von mikroalgenbasierten Prozessen. Sonnenlicht ist für die Kultivierung eine natürliche Energiequelle, der fluktuierende Verlauf und der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus bedeuten jedoch eine Herausforderung für eine effiziente Algenkultivierung. Zusätzlich führen die Jahreszeiten zu unterschiedlich langen Photoperioden, deren Einfluss auf das Algenwachstum noch nicht genau verstanden ist. Es wurden unterschiedliche Lichtmengen und Photoperioden zunächst unter reproduzierbaren Laborbedingungen getestet und im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf das Wachstum von Chlorella sorokiniana SAG 211-8k untersucht, um ein optimales Prozessfenster hinsichtlich Produktivität und Lichtausbeute zu ermitteln. Zusätzlich wurden die Erkenntnisse aus der Laborkultivierung mit Hilfe eines Modells auf im Freiland ermittelte Daten übertragen.
Claudia Holdmann
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