Im Maschinen- und Anlagenbau ermöglichen Industrielle Produkt-Service Systeme (IPS²) die Entwicklung kundenindividueller Lösungen. Die auf die Problemlösung angepasste Übernahme von Dienstleistungsprozessen stellt ein Differenzierungsmerkmal für Anbieter dar. Um die damit einhergehende Prozessverantwortung abbilden zu können, wird im Rahmen dieser Dissertation eine Methode für die Entwicklung der dafür notwendigen Geschäftsprozesse entwickelt.
Eine Differenzierungsmöglichkeit im globalen Wettbewerb des Maschinen- und Anlagenbaus stellen Industrielle Produkt-Service Systeme (IPS²) dar. Dabei handelt es sich um kundenindividuelle Kombinationen aus Sach- und Dienstleistungsanteilen über den gesamten Lebenszyklus einer Kunden-Anbieter-Beziehung, welche die Erbringung neuartiger Geschäftsmodelle ermöglichen. Bei der Entwicklung und Erbringung von IPS² entsteht der Bedarf die notwendigen IPS²-Geschäftsprozesse kundenindividuell zu entwickeln.
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Evaluation einer Methode für die effiziente Modellierung, Simulation und Ausführung von IPS²-Geschäftsprozessen. Dafür kommen konfigurierbare Prozess-Fraktale zum Einsatz, die kundenindividuell anpassbar sind und somit den Modellierungsaufwand reduzieren. Im Rahmen dieser Arbeit werden die Gestaltungsobjekte der Methode detailliert sowie ein IT-Konzept konzipiert und implementiert. Anhand einer szenariobasierten Kunden-Anbieter-Beziehung erfolgt die Evaluierung der Methode im Bereich der Mikroproduktionstechnik.
Christian Gabriel
Fraunhofer IPK Prozessmodellierung Fraktalparameter Entwicklungsleiter Vertriebsleiter Prozessmodellierer Unternehmensberater