Das Kreuz bei der extremen Rechten: Die Rolle des Christentums für erstarkenden Nationalismus, Verschwörungserzählungen und Anti-Genderismus.
In welchem Verhältnis stehen Christentum und extreme Rechte? Rechtsextreme Ideologeme wie identitärer Nationalismus, die Verbreitung von Verschwörungserzählungen, Anti-Genderismus und Anti-Umweltschutz bauen häufig auf Begründungsmustern auf, die ihren Ursprung in der christlichen Religion haben. Die Beiträger*innen reflektieren die Netzwerke und Topoi dieser Verbindungen und zeigen, warum alle, die die extreme Rechte verstehen wollen, auch ihre (pseudo-)religiösen Verknüpfungen zum Christentum in den Blick nehmen müssen.
Hans-Ulrich Probst
Dr. Hans-Ulrich Probst ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ev.-Theol. Fakultät der Universität Tübingen.
Christentum Anti-Genderismus Christianity Anti-Genderism Religion Religion Politik Politics Religious Studies Religionswissenschaft Religionssoziologie Sociology of Religion Politische Ideologie Political Ideologies Rechtsextremismus
Besprochen in:
www.feinschwarz.net, 08.02.2025, Matthis Glatzel
https://buchvorstellungen.blogspot.com, 2 (2025)
www.lehrerbibliothek.de, 01.04.2026, Oliver Neumann
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»Der Vorteil des Buches sind die Verbindungslinien der unterschiedlichen autoritären und antidemokratischen Positionen, die teilweise deckungsgleich sind mit Forderungen der extremen Rechten sind. Auch der ›innere Feind‹ mit gleichzeitigem ›Verlust christlich-abendländischer Werte‹ wird zu Recht hervorgehoben. Dieser Band berücksichtigt auch die Grauzone zwischen ultrakonservativer und extrem rechter Gesinnungen und Praktiken, ohne die religiöse Rechte nicht verstanden werden kann.«
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»Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag für die weitere wissenschaftlich-analytische Auseinandersetzung mit dem Zusammenkommen von religiös-christlichen Überzeugungen und extrem rechten Einstellungen.«
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»Die Lektüre unter dem Eindruck des Auftakts der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump lässt vieles insbesondere im ersten Teil des Buches noch relevanter erscheinen als es zuvor schon war.«
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»Die durchgängig lesenswerten Artikel des besprochenen Bandes stellen sehr überzeugend die vergleichbare Weltsicht russischer, US-amerikanischer und deutscher ›Kulturkrieger‹ heraus. Dies gilt auch für die christlich-religiösen Begründungsversuche ihrer Feindbild-Narrative.«
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»Der Band [ermöglicht] neue und vertiefte Einsichten in ein Feld, das aufgrund seiner Aktualität und Fluidität in ständigem Wandel begriffen ist – und daher von den Theologien, den Kirchen und den demokratischen Institutionen auch ständig kritisch beobachtet werden sollte.«
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»Die 15 Beiträge sind ausnahmslos sehr gut ausgearbeitet und gehen differenziert auf ihre Forschungsgegenstände ein. Der Sammelband darf deshalb als große Bereicherung für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der christlichen bzw. religiösen Rechten angesehen werden.«
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