Geweihsammlungen in Museen und Wohnräumen – eine koloniale, geschlechtliche und ökologische Analyse von Jagdtrophäen.
Trophäen gelten als Zeugnisse einer erfolgreichen Jagd und werden in unterschiedlichen Kontexten präsentiert: Sie finden Eingang in den privaten Wohnraum, aber auch in die (populäre) Ausstellungskultur. Die Beiträger*innen des Bands beleuchten diese kulturellen Einhegungen des Jagdlichen und historisieren Dekorationen und Ausstellungsdisplays. Dabei analysieren sie die Unterschiede zwischen tierlichen und jagdlichen Objekten, arbeiten deren geschlechtliche, koloniale und ökologische Konnotationen heraus und hinterfragen die räumliche Inszenierung der Jagd als jahrhundertealte Praktik der Aneignung von Tier und Natur.
Silke Förschler
Silke Förschler (PD Dr. phil. habil.) ist Vertretungsprofessorin an der TU Dresden. Sie ist und war Dozentin und Vertretungsprofessorin an der Hochschule Hannover, der HfBK Dresden und der Universität Jena. Seit 2024 ist sie Mitglied im DFG-Netzwerk »Jagdgeschichten«.
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