Was schreiben Menschen auf Ansichtskarten? Linguistische Einblicke in die Praxis und die sprachlichen Muster des Urlaubsgrußes.
Die Ansichtskarte ist ein Erfolgsmedium des 20. Jahrhunderts. Mit ihrer Beidseitigkeit von Text und Bild ist sie seit der Nachkriegszeit zur Ikone des modernen Massentourismus geworden. Den Gruß aus der Ferne mit Mitteilungen über das Erlebte zu verbinden, gehört seither zu den Alltagsritualen des Urlaubs. Aber was genau schreiben Menschen auf Ansichtskarten? Welche sprachlich-kommunikativen Muster des Urlaubsgrußes haben sich bewährt und wie haben sie sich im Laufe der Jahrzehnte verändert? Und droht die Ansichtskarte angesichts der Konkurrenz elektronischer Nachfolger auszusterben? Die Beiträger*innen des Bandes gehen diesen Fragen unter korpus-, text- und kulturlinguistischen Gesichtspunkten nach.
Heiko Hausendorf
Heiko Hausendorf (Prof. em. Dr. phil.), geb. 1959, lehrte bis zu seiner Emeritierung Germanistische Linguistik am Deutschen Seminar der Universität Zürich. Er war Mitbegründer und langjähriger Ko-Leiter des Zürcher Universitären Forschungsschwerpunktes »Sprache und Raum« und erhielt 2014 den Lehrpreis der Universität Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Gesprächs- und Textlinguistik.
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Besprochen inBeiträge zur Fremdsprachenvermittlung (bzf), 67 (2023), Michael Hoffmann
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