Widerständigkeit im Arbeitsprozess – der erste deutschsprachige Überblick aus Perspektive der Arbeitssoziologie.
Herrschaft bringt immer auch Widerständigkeit hervor. Demnach stellen Regelabweichungen, die sich aus unvollständig determiniertem Arbeitshandeln ergeben, ein strukturelles Merkmal im Arbeitsprozess dar. Die Formierung eines informellen Repertoires widerständiger Praktiken im Kontext betrieblicher Herrschaft ist dabei von der Arbeitssoziologie bisher vernachlässigt worden. Um diese konzeptionelle Leerstelle zu füllen, systematisieren die Beiträger*innen die Vielzahl der Praktiken und stellen verschiedene methodische, theoretische und empirische Perspektiven einer arbeitssoziologischen Widerstandsforschung vor.
Heiner Heiland
Heiner Heiland ist PostDoc am Institut für Soziologie der Uni Göttingen. Er forscht zu Arbeit, Organisationen sowie Digitalisierung und welche Handlungsmöglichkeiten und -einschränkungen sich durch diese den Beschäftigten darbieten. Aktuell untersucht er betriebliche Öffentlichkeiten und die soziale Konstruktion von Algorithmen.
Work Arbeit Widerstand Resistance Labour Process Theory Micropolitics Mikropolitik Repetitive Practice Widerständige Praxis Labour Union Gewerkschaft Industry Fabrik Production Platform Work
Besprochen in:https://www.robertfreund.de/blog, 25./27.02.2023Soziologische Revue, 46/4 (2023), Heike Jacobsen
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»Der Sammelband lässt sich nicht nur als eine gelungene Einführung in ein Nischenthema lesen, er erfüllt darüber hinaus seinen eigenen Anspruch, eine eingeschlafene Debatte zu revitalisieren.«
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»In der Summe gelingt dem Buch, was sich die Herausgeber vorgenommen haben: ein Plädoyer für die verstärkte arbeitssoziologische Untersuchung informeller Widerstandspraktiken unter Berücksichtigung der diskutierten und analysierten Konzepte, Theorien und Modelle.«
Fridolin Herkommer ()