Wie erinnern sich ehemalige Mitglieder der Colonia Dignidad heute an ihre eigene Vergangenheit – und wie vergessen sie? Eine Public History.
Die Colonia Dignidad erlangte wegen zahlreicher bis heute unaufgeklärter Menschenrechtsverbrechen internationale Bekanntheit. Dass einstige Mitglieder der deutschen Gruppe das historische Siedlungsgelände in Chile unter dem Namen »Villa Baviera« (deutsch: bayerisches Dorf) schrittweise zu einem touristischen Freizeitort umfunktioniert haben, sorgt angesichts der mangelnden Aufarbeitung für anhaltende Kritik. Meike Dreckmann-Nielen untersucht, wie sich einstige Mitglieder der Gruppe heute an ihre eigene Vergangenheit erinnern. In ihrer Studie ermöglicht sie einen intimen Einblick in komplexe erinnerungskulturelle Dynamiken im Mikrokosmos der ehemaligen Siedlungsgemeinschaft.
Meike Dreckmann-Nielen
Meike Dreckmann-Nielen, geb. 1989, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin im Bereich Public History. Außerdem ist sie Initiatorin und Autorin des Colonia Dignidad Public History Forschungsblogs (CDPHB). Ihr Dissertationsprojekt entstand im Rahmen eines Promotionsstipendiums der Heinrich-Böll-Stiftung.
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Besprochen in:https://colonia-dignidad.com, 29.03.2022Lateinamerika Nachrichten, 576 (2022), Ute Löhninghttps://www.menschenrechte.org, 18.08.2022, Dieter MaierAmérique Latine Histoire et Mmoire, 44 (2022), Héloise Elisabeth Marie-Vincent Ghislaine Ducatteau
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»Die Arbeit [fügt sich] als wichtiges Element in jüngst erschienene und in derzeit im Forschungsprozess befindliche Arbeiten ein.«
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»Meike Dreckmann-Nielens Studie trägt Wesentliches zu unserem Verständnis der Colonia Dignidad und des zähen Weiterlebens der in ihr gesäten Konflikte bei.«
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