Die Digitalisierung ethnologischer Sammlungen bietet ungeahnte, grenzenlose Möglichkeiten und fordert die Beteiligten heraus. Welche Handlungsfelder ergeben sich in der Praxis?
Die Digitalisierung ethnologischer Sammlungen ist ein wichtiger Schritt für eine »Öffnung der Inventare«. Mit ihren neuen Möglichkeiten bietet sie vielfältige Formen eines dialogischen Austauschs – auch mit sogenannten Herkunftsgesellschaften –, generiert erweiterte Perspektiven auf die eigenen Sammlungen und ermächtigt neue Akteur*innen. Dabei ergeben sich Fragen nach Ordnungssystemen, der angemessenen Beschreibung der Sammlungen, der Verantwortung für ihr Zustandekommen und der Legitimierung bestimmter Verbreitungspraktiken. Auf der Grundlage von Fallbeispielen präsentieren die Beiträger*innen des Bandes Antworten und zeichnen ein praxisorientiertes Bild von Wirkungen der Digitalisierung ethnologischer Sammlungen heute.
Hans Peter Hahn
Hans Peter Hahn ist Professor für Ethnologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er beschäftigt sich mit afrikabezogenen Themen und insbesondere mit der Darstellung Afrikas in Museen und in der Öffentlichkeit. Er war Vorsitzender des Verbands der Afrikawissenschaftler in Deutschland (VAD) und ist Direktor des Zentrums für interdisziplinäre Afrikastudien (ZIAF).
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