Eine gesellschaftstheoretische Studie zur sozialintegrativen Bedeutung des Journalismus im neoliberalen Kapitalismus.
Vertrauenskrisen haben Konjunktur: Ob Politik, Wissenschaft oder Journalismus – kein gesellschaftliches Teilsystem bleibt von öffentlichen Misstrauensbekundungen verschont. Doch was genau meint der schillernde Begriff »Systemvertrauen« und welche Konsequenzen hat ein Mangel desselben? Malte G. Schmidt folgt diesen Fragen aus einer gesellschaftstheoretischen Perspektive. Er zeigt die sozialintegrative Bedeutung des Journalismus auf und prüft, inwieweit dieser seine Rolle als Vertrauensvermittler im neoliberalen Kapitalismus erfüllen kann. Ein ökonomisierter Journalismus – so seine These – bedingt gesellschaftliche Integrationsstörungen, die dann in Form von Autoritarismus auf ihn zurückfallen.
Malte G. Schmidt
Malte G. Schmidt (Dr. phil.), geb. 1990, hat am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster promoviert und war von 2016 bis 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Graduiertenkolleg »Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt« in Münster. Seit 2020 ist er Verlagsmitarbeiter der Berliner tageszeitung (taz).
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Besprochen in:https://www.dimbb.de, 14.09.2021, Heiko Hilkerr:k:m, 04.02.2022, Hans-Dieter Kübler
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»Eine Doktorarbeit […], die sich nicht davor gescheut hat, die großen Fragen der digitalen Gegenwart anzugehen und die solide Überlegungen zum Verhältnis von Demokratie, Journalismus und Neoliberalismus beiträgt.«
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