Eine systematische und empirisch fundierte Zusammenführung von Religionswissenschaft und Disability Studies.
Wie beeinflussen Religionen die soziale Stellung von Personen? Ramona Jelinek-Menke führt das Konzept der »Dis/ability« aus den Disability Studies erstmals in die deutschsprachige Religionswissenschaft ein und macht es für Analysen der Interdependenz zwischen Religion und Inklusion nutzbar. Gleichzeitig zeigt sie, wie unter dem Eindruck von Marginalisierung religiöse Vorstellungen, Praktiken und Institutionen gestaltet werden. Damit erschließt sich nicht nur ein neues Forschungsfeld für die Religionswissenschaft, sondern es wird auch die Aufmerksamkeit auf eine sozialwissenschaftlich und gesellschaftlich unterrepräsentierte Gruppe gelenkt.
Ramona Jelinek-Menke
Ramona Jelinek-Menke (Dr. phil), geb. 1985, ist Mitarbeiterin am Institut für Sozialanthropologie und Religionswissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Sie promovierte am Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Zürich. Ihre Dissertation wurde mit dem Fritz Stolz-Preis der Schweizerischen Gesellschaft für Religionswissenschaft (SGR-SSSR) ausgezeichnet.
Religion Religion Disability Disability Geistige Behinderung Mental Handicap Behinderung Disability Studies Inklusion Inclusion Exklusion Exclusion Religiöse Praxis Religious Practice Religiöse Institution
Besprochen in:Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 27/09 (2021)
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»Eine sehr spannende Abhandlung darüber, welche Rolle Religion dabei spielt, Behinderung überhaupt herzustellen (also jemanden als behindert zu kategorisieren, wenn er/sie nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entspricht) und inwieweit Religion auch durch Behinderung beeinflusst und gestaltet wird.«
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»Dieses Buch bietet ein Modell, mit dem das Verhältnis von Religion und sozialer Stellung – auch über Behinderung hinaus – systematisch erfasst werden kann.«
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