Ein interdisziplinäres Modell für die Analyse von Texten aus Täterperspektive am Beispiel der Holocaust-Literatur.
Täter*innen sind heute omnipräsent – in Film, Fernsehen, Literatur, Forschung und Popkultur. Eine kritische Reflexion der Darstellungen ist besonders da geboten, wo sie zur Identifikation einladen. Paradigmatisch für diesen ambivalenten gesellschaftlichen Trend steht die Holocaust-Literatur aus Täterperspektive.Neben einem umfassenden thematischen Forschungsüberblick legt Eva Mona Altmann ein innovatives, interdisziplinäres Modell zur Textanalyse vor, das die spezifische Rhetorik der Täter, die Steuerung von Empathie und Sympathie sowie die Möglichkeit einer textimmanenten Dekonstruktion des Täterdiskurses durch das literarische Verfahren des unglaubwürdigen Erzählens berücksichtigt.
Eva Mona Altmann
Eva Mona Altmann studierte Literaturübersetzen (Diplom) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und promovierte dort anschließend in Romanistik bei Frank Leinen.
Täter Perpetrators Holocaust Holocaust Literatur Literature Rhetorics Rhetorik Empathie Empathy Unreliable Narration Unglaubwürdiges Erzählen Nationalsozialismus National Socialism Sprache
»Eva Mona Altmanns sorgsam recherchierte und vor allem auch gut verständlich dargelegte Publikation kann [...] einen substantiellen Beitrag zum Forschungsfeld der literaturwissenschaftlichen Perpetrator Studies leisten.«
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»Gelungene Arbeit.«
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Besprochen in: Revue de l'IFHA, 05.01.2022, Valentine Devulder
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»›Das Unsagbare verschweigen‹ erweist sich in toto als Glücksfall für die Holocaust-Literatur-Forschung aus komparatistischer Perspektive und kann als wichtiger Impuls zur weitergehenden Erforschung der Täterperspektive gelten.«
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