Housing moves are biographical threshold situations. Their atmospheres of change intensify the question of one's own dwelling.
Wohnungsumzüge sind biographische Schwellensituationen. Ihre Atmosphären des Wechsels verdichten die Frage nach dem eigenen Wohnen.
Ein Wohnungswechsel scheint in erster Linie logistische Herausforderungen zu bergen. Tatsächlich ist er aber auch ein existenzieller »Platzwechsel«, der die Umziehenden atmosphärisch mitunter abgründig berührt. Praktisch werden Umzüge nur selten zur Sache selbst- wie weltbezogener Reflexion, obwohl gerade sie fruchtbare Wege einer Hermeneutik des eigenen Selbst öffnen können. Mit der Mobilisierung des gesamten Hausrates verliert das alltägliche Wohnzeug sein vertrautes Gesicht und die Dinge brechen als biographische Male der Erinnerung in irritierender Weise auf. Jürgen Hasse nimmt in seiner Phänomenologie Wohnungsumzüge zum Anlass der Rekonstruktion von Geschichten der gelebten Zeit.
Jürgen Hasse
Jürgen Hasse (Dr. habil.), geb. 1949, ist Professor am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte sind die räumliche Vergesellschaftung des Menschen, phänomenologische Stadtforschung und Mensch-Natur-Verhältnisse.
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»Es ist ein seltsamer und schöner Text. Seltsam, weil die literarisch-phänomenologische Schreibweise und Sprache in den raumbezogenen Wissenschaften bedauerlicherweise nur noch selten anzutreffen ist. Schön, weil es denkwürdig und anregend ist, dem Autor auf seiner verdichteten Erkundung des Phänomens zu folgen.«
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»Jürgen Hasse [liefert] wertvolle Erkenntnisse zu den tiefgreifenden menschlichen Transformationserfahrungen, die mit einem Wechsel des Wohn- und Lebensortes einhergehen.Der Fokus des Buchs auf hoffnungsvoll gewollte und nicht aufgezwungene Wohnungswechsel macht angesichts der Reflexionsgrundlage eigenen Umzugserlebens Sinn und ist argumentationslogisch schlüssig.«
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