Spielsachen sind oft eine Interpretation der Vergangenheit eingeschrieben. Doch wie wird Vergangenheit im Objekt dargestellt und welche Vorstellungen werden damit bei Kindern geweckt?
Spielzeug und Spiele gehören zur grundlegenden Lebenswelt von Kindern. In der alltäglichen Praxis des Spielens begegnet ihnen eine Vielzahl an geschichtskulturellen Produkten. Die in diesen Dingen lagernden Narrationen und Interpretationen vermitteln Vorstellungen von der Vergangenheit und ihrer Beschaffenheit. Was Kinder über Geschichte wissen, wird damit ganz basal von diesen Objekten beziehungsweise den damit verbundenen Praxen mitbestimmt. Mit den Beiträgen des Bandes nähern sich erstmals Expert*innen aus der Geschichtsdidaktik, Geschichts-, Kultur- und Erziehungswissenschaft diesem Phänomen an. Sie fokussieren dabei vor allem Aspekte der materiellen Kultur und des spielerischen Umgangs mit sowie Darstellungsmodi von Geschichte.
Christoph Kühberger
Christoph Kühberger ist Universitätsprofessor für Geschichts- und Politikdidaktik an der Universität Salzburg (Österreich). Er war Professor für Vergleichende neuere und neueste Europäische Kulturgeschichte an der Universität Hildesheim (Deutschland) und Hochschulprofessor für Geschichts- und Politikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig (Österreich). Forschungsschwerpunkte: Historisches und politisches Denken und Lernen, Empirische Geschichtsdidaktik, Ethnographie, Geschichtskultur, Neue Kulturgeschichte, Ethik der Geschichtswissenschaft.
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»Der Sammelband besticht durch multidimensionale Zugänge, die sich von der popkulturellen Dimension über die Hinwendung zum›material turn‹ und der Akteur-Netzwerk-Theorie erstrecken.«
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»Der Tagungsband [überzeugt] durch die Vielfalt der kategorialen und methodischen Zugänge und durch viele sehr lesenswerte Beiträge. Für die weitere Beschäftigung mit Spielen und historischem Denken ist er daher richtungsweisend.«
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Besprochen inH-Soz-Kult, 02.11.2023, Barbara Hanke
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»[Ein] in jeder Hinsicht vielseitiger Band.«
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»[Der] Band [ist] all jenen ausdrücklich zu empfehlen, die sich aus wissenschaftlicher Perspektive mit Spiele(n) und Geschichte befassen wollen. »Mit Geschichte« spielen zeigt auf, welches Potenzial in dem Thema liegt.«
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»Wer sich mit Spielen im geschichtsdidaktischen Kontext beschäftigt, wer sich mit materieller Kultur auseinandersetzt oder wissenschaftliche Anregungen über Geschichtsvorstellungen von Kindergarten- und Grundschulkindern sucht, wird in diesem Sammelband fündig.«
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