The reception and perception of religious diversity in Germany - influenced by biographical and religious-historical aspects.
Die Rezeption und Wahrnehmung religiöser Vielfalt in Deutschland – beeinflusst durch biographische und religionsgeschichtliche Aspekte.
Unsere Alltagswelt gilt heute als zunehmend religiös pluralisiert. Führt aber die Wahrnehmung religiöser Pluralität zu einem »Plausibilitätsverlust« von Religion, wie dies Peter L. Berger konstatierte? Oder führt sie eher in eine Fundamentalisierung der eigenen Religion, wie Markttheorien dies zur Ausbildung von starken Marken nahelegen? Aus biografie- und diskursanalytischer Perspektive ergibt sich ein ganz anderes Bild: Sowohl generative Aspekte der Religionsgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als auch ein multi-relationales Netz aus biografischen Bedeutungen von Religion, das dem herkömmlichen Verständnis einer, wenn auch prozesshaft gedachten, religiösen Identität zuwiderläuft, treten hierbei zutage.
Gritt Klinkhammer
Gritt Klinkhammer (Dr. phil.), geb. 1965, ist Professorin für Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt qualitative Religionsforschung, Theorie der Religion und Islam in Europa an der Universität Bremen. Neben Forschungen zu Begegnungen zwischen MuslimInnen und ChristInnen und ihren Folgen beschäftigt sie sich mit unterschiedlichen Themen islamischen Lebens in Deutschland (Sufismus, islamische Verbände, Salafismus u.a.).
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»Der Band besticht besonders durch die Verknüpfung von gesamtgesellschaftlichen, auch besonders medial vermittelten Diskursfeldern mit biografischen Narrativen in der Beschreibung religiöser Vielfalt.«
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»Eine Pionierleistung auf dem Gebiet der qualitativen Analyse religiöser Pluralitätserfahrung, auf die künftige Forschungen aufbauen werden.«
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»Ähnlich wie die neuere Religionsästhetik [...] vermittelt der vorliegende Ansatz einen zeitgemäßen Neuansatz im Feld der Religionswissenschaften.«
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Besprochen in:InfoDienst Migration, 1 (2021)forum erwachsenenbildung, 2 (2021), Maria Sinnemann
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»Das Buch zeigt, in welche gesellschaftlichen und persönlichen Deutungsdynamiken die Religion der anderen verstrickt ist und so das eigene Verhältnis zu Religion mit reguliert.«
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